Zähne

ZähneDie Zähne des Menschen besitzen unterschiedliche Funktionen und sind nicht nur bedeutsam für das Abbeißen und Zerkleinern der Nahrung und die nachfolgenden Verdauungsschritte. Die Zähne sind auch eine wichtige Voraussetzung, um sich entsprechend artikulieren zu können und stellen bedeutende ästhetische Blickpunkte im Gesicht eines jeden Menschen dar. Die Zähne ermöglichen uns nicht nur ein strahlendes Lächeln, sondern auch die natürlichen Ess- und Kaubewegungen, die lebenswichtig sind. Sie sind in erster Hinsicht dazu gedacht, die Nahrung zu zerkleinern und in eine Form zu bringen, in der sie geschluckt und weiter verdaut werden kann. Als der Mensch die Sprache erlernte, erhielten sie eine weitere neue Bedeutung und dienten der Artikulation der Laute. Vor allem in der Moderne sind die Zähne aber auch ein Schönheitsmerkmal: Wenn uns jemand ein Lächeln schenkt, achten wir unterbewusst auf den Zustand seiner Zähne und ziehen daraus unsere Schlüsse über das Gegenüber.

Die menschlichen Zähne

Der erwachsene Mensch verfügt im Normalfall über 32 Zähne – unter der Voraussetzung, dass alle vier Weisheitszähne durchbrechen. Es kann sein, dass einzelne Zähne nicht durchbrechen und nahtlos durch den folgenden Zahn ersetzt werden. Seltener kommt es vor, dass ein Mensch mehr als 32 Zähne besitzt. Man unterteilt die Zähne in Schneide-, Eck- und Backenzähne, wobei die Backenzähne noch einmal in Vorwahl- und Mahlzähne unterteilt werden. Mit den Schneidezähnen beißt der Mensch das Essen ab und trennt mundgerechte Stücke davon ab, beispielsweise bei Obst oder einem Brötchen. Die Eckzähne dienten ursprünglich der Verteidigung oder dem Kampf, weshalb sie beim Menschen im Vergleich zu anderen Säugetieren heute verkümmert und eher gering ausgeprägt sind. Backenzähne hingegen zermahlen die Nahrung und zerkleinern sie so weit, dass sie vom Speichel in einem ersten Schritt und danach von den Organen des Stoffwechselsystems weiter verdaut werden kann. Problematisch sind beim Menschen die Weisheitszähne, die im späten Teenageralter oder beim jungen Erwachsenen durchbrechen. Mit etwas Glück gliedern sie sich so in die bestehenden Zahnreihen ein, dass sie keine Schmerzen oder andere Schwierigkeiten versuchen und einfach zu pflegen sind – dann können sie bleiben. Häufig sitzen sie jedoch so, dass sie entfernt werden müssen oder mit der Zahnbürste nicht gut zu erreichen sind, wodurch sie schneller an Karies erkranken. Weisheitszähne haben heute keinen Zweck mehr und sind Überbleibsel aus früheren Entwicklungsstufen des Menschen.

Aufbau der Zähne

Den Kern des Zahns bildet der Nerv. Er liegt eingeschlossen in den übrigen Bestandteilen des Zahns und ist schmerzempfindlich, was man spätestens dann bemerkt, wenn Karies den Zahn angreift. Nerven und Blutgefäße liegen in der Pulpa, die sie hält und umgibt. Diese wiederum wird vom Dentin umgeben, das die größte Masse des Zahns ausmacht. Die Wurzeln unterhalb des Zahnfleischs werden von Zement umgeben, oberhalb schützt der Zahnschmelz die inneren Bestandteile. Die Form des Zahnschmelzes ist je nach Art des Zahns unterschiedlich und dient der natürlichen Funktion des Zahns, aber auch dem Schutz der darunterlegenden Teile. Verankert sind die Zähne im Kieferknochen; das Zahnfleisch gibt ihnen lediglich mehr Halt und Stabilität.

Milchzähne und bleibende Zähne

Der Mensch und viele andere Säugetierarten bilden das dauerhafte Gebiss nicht sofort aus. Sie starten mit den Milchzähnen ins Leben, die noch keine Wurzeln haben und daher früher oder später ausfallen. Die dauerhaften Zähne sind größer als das Milchgebiss; da jedoch bereits beim Baby die ersten Zähne notwendig werden, braucht der Körper ein vorläufiges kleineres Gebiss, das im Mund Platz findet. Das menschliche Milchgebiss besteht nur aus 20 Zähnen, die ab dem sechsten Lebensjahr wieder ausfallen können. Dies beginnt, wenn die ersten neuen Backenzähne durchbrechen, die vorher nicht durch einen Milchzahn ersetzt wurden. Während das Durchbrechen des Milchgebisses schmerzhaft ist, verursachen die bleibenden Zähne keine so starken Beschwerden; Ausnahmen gibt es natürlich immer, doch im Regelfall sind die Beschwerden erträglich. Die meisten Milchzähne fallen zwischen dem neunten und dreizehnten Lebensjahr des Kindes aus und es besitzt ab diesem Zeitpunkt das dauerhafte Gebiss, da der Mundraum nun ausreichend Platz für die großen, dauerhaften Zähne bietet. Es kann in dieser Zeit notwendig oder zumindest sinnvoll sein, Milchzähne beim Zahnarzt ziehen zu lassen. Normalerweise fallen sie von selbst aus und man sollte das Kind dazu ermutigen, an den lockeren Milchzähnen zu wackeln, damit es noch schneller geht. Wenn jedoch der Milchzahn sehr fest sitzt, kann er den durchbrechenden bleibenden Zahn in seinem Wachstum behindern und zu Fehlstellungen führen, was vermieden werden sollte. Das Ziehen eines Milchzahns ist nach kurzer Betäubung schmerzlos und höchstens unangenehm.

Weisheitszähne

Ab dem siebzehnten Lebensjahr können die Weisheitszähne durchbrechen; häufig passiert das auch später bis hinein ins frühe Erwachsenenalter. Sie sind ein evolutionär bedingter Überrest aus einer Zeit, in der sie noch eine Funktion hatten. Deswegen brechen sie mit etwas Glück bei einigen Menschen gar nicht oder nicht an allen vier möglichen Stellen durch. In manchen Fällen gliedern sie sich so nahtlos ins bisherige Gebiss ein, dass sie gar nicht weiter auffallen und auch nicht stören. Da sie jedoch keinen Zweck mehr haben, fehlt oft der Platz für sie im Kiefer und sie brechen an einer ungünstigen Stelle durch, wo sie schlecht zu pflegen sind und mit der Zeit für Probleme sorgen – mit etwas Pech behindern sie durch ihren natürlichen Wuchs sofort nach dem Durchbruch die normalen Ess- und Kaubewegungen oder entzünden sich recht schnell. In diesen Fällen müssen die Weisheitszähne entfernt werden, damit ein normales Leben wieder möglich wird. Dies geschieht in einem operativen Eingriff, wovon man nichts mitbekommen wird.

Zahnpflege

Um die Zähne dauerhaft gesund zu halten, ist die richtige Zahnpflege sehr wichtig. Sie besteht daraus, die Zähne regelmäßig mit Zahnbürste und geeigneter Zahnpasta zu behandeln. Am besten reinigt man das Gebiss morgens und abends mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta: Dadurch entfernt man Essensreste aus dem Mund und der Zahnschmelz erhält zusätzlichen Schutz gegen die Keime, die im Mund jedes Menschen vorkommen. Insbesondere die Keime sind problematisch, da sie sich bei mangelnder Pflege schnell vermehren und den Zahnschmelz angreifen, was langfristig zu Karies führt. Zum zusätzlichen Schutz kann man den Mund mit einer speziellen Lösung ausspülen, die antibakteriell wirkt und hilft, die Keime abzutöten, sodass das Risiko noch weiter sinkt. Zur wöchentlichen Behandlung gibt es außerdem besonders stark fluoridhaltige Zahnpasta-Produkte, die weiteren Schutz bieten. Sie sind nicht zur täglichen Anwendung gedacht, da die hohen Mengen Fluorid andernfalls Schaden im Körper anrichten könnten.

Gesunde Zähne

Die Gesundheit der Zähne und die Intaktheit des Gebisses entscheidet ganz maßgeblich drüber, wie optimal die Kaufunktion ist und ob schmerzhafte Beschwerden oder Beeinträchtigungen des Kauens und Sprechens auftreten. Fehlende Zähne führen zu Zahnlücken, die bei fehlendem Ersatz zu Veränderungen der gesamten Zahnkonstellation und Unregelmäßigkeiten des sogenannten Aufbisses führen. Abweichende Erkrankungen der Zähne können darüber hinaus auch Krankheiten des Verdauungssystems und verschiedene infektiöse Krankheitsbilder nach sich ziehen, die sowohl lokal begrenzt sind als auch das Allgemeinbefinden maßgeblich beeinträchtigen können.

Gepflegte und gesunde Zähne

Nach den im Kindesalter wachsenden und wieder ausfallenden Milchzähnen folgen im zweiten Stadium die Erwachsenenzähne, die nach deren Verlust durch die als dritte Zähne bezeichneten Gebisse oder Zahnprothesen ersetzt werden können. Zähne stellen einen zentralen optischen Blickfang im Gesicht eines Menschen dar. Aus diesem Grund erscheinen Menschen mit einem sichtbar defekten Gebiss und mit fehlenden Zähnen häufig älter und machen einen kränklichen Eindruck. Aus diesem Grund ist die Pflege der Zähne ebenfalls eine Basis dafür, ein jugendliches und gepflegtes optisches Erscheinungsbild zu wahren. Im Zusammenhang mit verschiedenen zahnmedizinischen und zahnkosmetischen Möglichkeiten ist es gegenwärtig möglich, schöne Zähne zu erhalten. Die Zähne eines Menschen sind zwar in deren Aufbau und Anordnung im gesunden Zustand gleich, unterscheiden sich jedoch in Bezug auf deren Farbe. Die Zahnfarbe kann bei den jedem Menschen einzigartig sein, wobei weiße Zähne als Symbol für Gesundheit und Lebenskraft gelten. Aus diesem Grund lassen sich viele Patienten mit modernen Mitteln beim Zahnarzt die Zähne aufhellen. Weitere Eigenschaften, die Zähne besitzen, sind deren Winkelstellung, deren spezifische Krümmung und die Merkmale der Wurzeln, die eindeutig anzeigen, ob die Zähne zur rechten oder zur linken Front des Kiefers gehören. Eine als Kronenflucht bezeichnete Eigenheit gilt als bestimmendes Anzeichen, ob es sich um einen Ober- oder Unterkieferzahn handelt. Zähne können wie alle anderen Organe des Körpers ebenfalls von Krankheiten befallen werden, die verschiedene Ursachen haben. Gegenwärtig sind Zahnerkrankungen, die speziell mit dem Zahn behandelt werden, die Aufgabenbereiche der Stomatologie. Krankhafte Abnormitäten des Zahnhalteapparates werden in der Parodontologie behandelt. In den meisten Fällen erkranken die Zähne an der Zahnfäule, der Karies. Darüber hinaus leiden viele Menschen unter entzündlichen Vorgängen des Zahnhalteapparates, die unter der Bezeichnung Parodontitis und Parodontose bekannt sind und sich hauptsächlich auf das Zahnfleisch beziehen.

Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt

Angesichts der heutigen Ernährung ist es langfristig sehr schwer, die Zähne dauerhaft ohne professionelle Hilfe in einem gesunden Zustand zu erhalten. Nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung ist tatsächlich kariesfrei; alle anderen Menschen haben Bakterien im Mundraum und sollten ihre Zähne vor diesen schützen. Die modernen Ernährungsweisen, die sich kaum vermeiden lassen, unterstützen die Vermehrung dieser Bakterien sogar noch. Deshalb ist die Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt ein Muss und sollte etwa alle sechs bis zwölf Monate durchgeführt werden. Der Zahnarzt kann Probleme erkennen, bevor sie zu einer echten Schwierigkeit werden, und dann können sie auch behandelt werden, noch bevor es zu unangenehmen Behandlungsschritten kommen muss. Eine weitere prophylaktische Maßnahme ist die professionelle Zahnreinigung. Zahnstein bildet sich mit der Zeit von alleine, auch die beste Pflege kann diesen Prozess nur aufhalten. Er lässt sich durch den Zahnarzt aber leicht wieder entfernen, ohne dass eine unangenehme Prozedur daraus werden muss. Danach sind die Zähne wieder im bestmöglichen Zustand und man kann die Pflege wie gewohnt fortsetzen.

Zahngesundheit: Karies, Parodontose und Co.

Die wohl bekannteste Erkrankung der Zähne ist Karies. Er entsteht durch Bakterien im Mundraum, die auf natürliche Weise dort vorkommen und denen sich kaum jemand entziehen kann. Wenn die Zähne nicht richtig gepflegt werden, beginnt er, den Zahnschmelz anzugreifen und dort Löcher zu bilden, durch die er tiefer ins Innere des Zahns dringt. Schlimmstenfalls entsteht durch Karies so großer Schaden an den Zähnen, dass sie entfernt und durch Implantate entfernt werden müssen oder nur durch eine Wurzelbehandlung erhalten werden können. Wenn die Entzündung das Zahnfleisch betrifft, spricht man von der Parodontose. Dadurch wird der Zahnhalteapparat zerstört, was meist irreversibel ist und ebenfalls behandelt werden muss. Durch die richtige, regelmäßig durchgeführte Zahnpflege kann man den schlimmsten Erkrankungen allerdings frühzeitig vorbeugen und dafür sorgen, dass die Zähne dauerhaft gesund bleiben.

Verletzungsrisiko der Zähne

Zähne nehmen nicht nur durch mangelnde Pflege Schaden, sondern auch durch Verletzungen. Vor allem beim Sport kann es vorkommen, dass man einen Schlag gegen den Mund oder ins Gesicht bekommt, wodurch die Zähne in Mitleidenschaft gezogen werden. Wenn sie nicht sogar ausgeschlagen werden, brechen sie doch zumindest ab. Gebrochene Zähne können unter Umständen repariert werden, wenn es sich nur um einen minimalen Bruch handelt. Bei den meisten Zahnverletzungen dieser Art muss der Zahn jedoch entfernt werden, man wird als Notfall eingestuft und für den Eingriff in eine Zahnklinik gebracht. Danach erhält man ein Implantat und man wird von der Verletzung nichts mehr sehen. Bevor es dazu kommt, sollte man das Verletzungsrisiko für die Zähne aber natürlich lieber gering halten. Die richtige Schutzkleidung beim Sport und ein verantwortungsbewusster Umgang mit den Mitspielern ist in erster Linie wichtig. Spielende Kinder sollten zudem immer beaufsichtigt werden, da die meisten schlimmen Verletzungen der Zähne in diesem Alter beim Spiel zustande kommen.

Zahnästhetik

Schon immer war es dem Menschen wichtig, einen schönen Körper zu haben und sich selbst ansprechend zu finden. Andernfalls fühlt man sich schnell nicht mehr wohl und beginnt, sich zu hart zu kritisieren und sich nicht mehr selbstbewusst zu geben. Die Zähne kommen ins Spiel, wenn es ums Lächeln und offene Sprechen geht. Beides kann man nur mit der Gewissheit, dass die Zähne gut aussehen und keinen schlechten Eindruck beim Gegenüber hinterlassen werden, wenn man den Mund aufmacht. Im Laufe des Lebens verlieren die Zähne jedoch auf natürliche Weise ihre ehemals strahlend weiße Farbe und verfärben sich eher gelblich oder werden sogar braun. In solchen Fällen denkt man gerne über ein Bleaching nach, um sie wieder aufzuhellen. Am besten führt man dieses professionell beim Zahnarzt durch, da er schonende, hochwirksame Produkte dafür besitzt und dafür sorgen kann, dass die Zähne durch die kosmetische Behandlung keinen Schaden davontragen. Die ästhetische Wirkung der Zähne kann auch durch eine notwendige Zahnbehandlung eingeschränkt werden, wenn man das Problem nicht vorher anspricht. Vor allem in der Vergangenheit achteten Zahnärzte nicht auf die ästhetischen Resultate ihrer Arbeit; heute ist das fast flächendeckend anders. Dennoch kann man sich vor Behandlungen oder auch allgemein dazu beraten lassen, welche Möglichkeiten es gibt, die Zähne in ästhetischer Hinsicht aufzubessern und mehr aus ihnen zu machen, sodass man wieder strahlend wie in der Jugendzeit lächeln und sprechen kann.

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