Zahnschmelz

ZahnschmelzIn der medizinischen Fachsprache wird der Zahnschmelz auch als Substancia adamantinea bezeichnet. Der Zahnschmelz ist ein Grundbestandteil des gesunden Zahnes und dient diesem als Schutzhülle. Da der Zahnschmelz überwiegend aus anorganischen Bestandteilen zusammengesetzt ist, gehört er zu den härtesten Substanzen des menschlichen Körpers. Der große Nachteil des Zahnschmelzes besteht darin, dass er sich im Laufe des Lebens nicht erneuern oder regenerieren kann und daher einer ganz besonderen Aufmerksamkeit und Pflege bedarf.

Grundsubstanzen des Zahnschmelzes

Der Zahnschmelz ist aus Calcium, Phosphat, Magnesium, Natrium und Carbonat in unterschiedlichen Mengenproportionen aufgebaut. Diese machen seine besonders große Härte und Widerstandsfähigkeit aus. Ergänzt werden die anorganischen Bestandteile durch organische Substanzen. Hierzu gehören insbesondere Eiweisse und Fette. Bei einer feinen mikroskopischen Betrachtung erscheint der Zahnschmelz von rauher Oberflächenbeschaffenheit, die eher einen kristallinen Charakter besitzt. Der Zahnschmelz überzieht in seiner Eigenschaft als Schutzmantel die außerhalb des Zahnfleisches befindlichen und in die Mundhöhle ragenden Zahnkronen. Er bildet eine auf dem Dentin aufliegende und in sich geschlossene Schicht, welche beim Berühren mit der Zunge eine glatte Beschaffenheit aufweist. Die lateinische Bezeichnung des Zahnschmelzes bezieht sich auf seinen ursprünglichen Bildungsort, den sogenannten Adamantoblasten. Die Bildung des Zahnschmelzes ist ein ganz besonderer Vorgang, welcher auch als Biomineralisation bezeichnet wird, da hierbei eine Vielzahl mineralischer Substanzen zusammen finden. Der Zahnschmelz ist gekennzeichnet von einer Schmerzunempfindlichkeit, da er selbst keine Nerven besitzt. Dieser Umstand ist auch bei der Früherkennungs stellt bei der Früherkennung von Zahnkaries behilflich. Aufgrund seiner minimalen Durchlässigkeit für Substanzen, welche in Wasser löslich sind, können vom Zahnschmelz wichtige Stoffe wie Phosphate, Calcium und Flouride aufgenommen werden.

Zahnschmelz und Zahnpflege

In Bezug auf die Entstehung von Karies hat Zahnschmelz eine vorrangige Bedeutung. Durch verschiedene Stoffe, welche in der Nahrung des Menschen vorhanden sind, kann eine irreversible, also nicht mehr rückgängig machbare Schädigung des Zahnschmelzes erfolgen. Verantwortlich dafür sind sind insbesondere Säuren, welche eine calcium- und phosphatlösende Eigenschaft besitzen. Sie entziehen dem Zahnschmelz wichtige härtende Substanzen und zerstören ihn. Dies wiederum bietet Bakterien die Möglichkeit, bis ins Zahninnere durchzudringen. Ist eine Zahnkaries bis zum Zahnbein vorgedrungen, so führt dies zu Zahnschmerzen.

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