Backpulver Bleaching

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Zwar besagt ein urbaner Mythos (sog. „urban legend“), dass Backpulver für das Bleaching der Zähne verwendet werden kann und noch dazu völlig unbedenklich sei – was zugegebenermaßen auf den ersten Blick logisch, gut praktikabel und zudem äußerst kostengünstig erscheint. Das Zahnbleaching mit Backpulver kann jedoch irreparable Schäden verursachen. Hiervon ist definitiv immer abzuraten!

Durch das Putzen der Zähne mit Backpulver sollen Verfärbungen schnell verschwinden. Aus wissenschaftlicher Sicht handelt es sich hierbei jedoch um eine längst überholte und zudem für den Verbraucher stark nachteilige Methode. Denn die ästhetischen Ergebnisse sind bei der Verwendung von Backpulver längst nicht mit denjenigen Ergebnissen eines professionell durchgeführten Zahnbleachings vergleichbar.

Gefährliche Schleifwirkung durch Backpulver als Bleaching Mittel

Das Backpulver kann lediglich die Funktion erfüllen, die Verfärbungen (gegen einen guten Wein ist nichts einzuwenden – aber die Menge an derartigen Konsumgütern verfärbt nun einmal …) auf der Zahnoberfläche abzureiben – vergleichbar mit der Wirkung, den Zahnpasten mit Reibekörpern (in der Zahnpasta befindliche grobe Partikel) erzielen können. Allerdings ergibt sich diese abreibende Wirkung bei der Backpulver-Methode auf relativ unsanfte Art und Weise, da das Backpulver über eine enorme Schleifwirkung verfügt, deren negativer Effekt auf die Zahngesundheit nicht unterschätzt werden sollte.

So können die Zähne durch zahlreiche Backpulver-Anwendungen unnötig und großflächig angegriffen werden. Daher sollte lieber maximal einmal jährlich ein professionelles Bleaching durchgeführt werden. Gerade unter dem Aspekt der Gesunderhaltung der eigenen Zahngesundheit sollte dem professionellen Bleaching stets der Vorzug vor einem vermeintlichen Hausmittelchen gegeben werden, dessen angebliche Funktion wissenschaftlich längst widerlegt ist.

Backpulver: chemische Zusammensetzung für Bleaching ungeeignet

Der Grund, warum Backpulver im Hinblick auf die Bleichfunktion zudem auch noch wenig effizient ist, ist dessen chemische Zusammensetzung. Durch den Kontakt von Backpulver mit Säure kommt es zur Freisetzung von Sauerstoff, der den bleichenden Effekt veranlassen soll. Da es aber unvermeidbar ist, dass das im Backpulver enthaltene Bicarbonat mit dem säurehaltigen Speichel in Kontakt kommt, geht ein nicht unerheblicher Teil der Bleichwirkung schon vor dem Eindringen in den Zahn irreversibel verloren.

Weitaus wirksamer sind professionelle Bleaching Mittel, da diese erst dann Sauerstoff freisetzen, wenn sie in den Zahn eingedrungen sind. Auch im Hinblick auf die Effizienz sind also professionelle Bleaching-Mittel überzeugender. Aufgrund ihres im Vergleich mit dem Backpulver leichteren Molekulargewichts können sie auch schneller durch den Schmelz hindurch in das Zahninnere eindringen und dort ihre aufhellende Wirkung voll entfalten.

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