Parodontitis

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ParodontitisBakterien im Mundraum sind die Ursache für Entzündungen des Zahnhalteapparates. Dabei kann es zu Zerstörungen des Zahnknochens und von Weichgewebe kommen, in deren Folge die Zähne ausfallen. Mittlerweile verlieren erwachsene Patienten mehr Zähne aufgrund der Folgen der Parodontitis als durch Karies. Es ist die Infektionskrankheit Nummer eins weltweit. Der Verlauf der Parodontitis ist individuell unterschiedlich, meistens handelt es sich um eine Erkrankung, die ganz langsam fortschreitet und erst nach Jahren starke Symptome aufweist.

Ausgelöst wird diese Erkrankung durch Bakterien (Plaque) die sich auf den Zähnen befinden. Die Bakterien vermehren sich und wachsen in Richtung des Knochens, dringen in das Gewebe ein und greifen dort die Kollagenfasern an, mit denen der Zahn am Knochen fest ist. In der Folge lockern sich die Zähne, das Zahnfleisch bildet sich zurück und die so genannten Zahnhälse liegen frei – unbehandelt fallen die Zähne dann letztlich aus.

Symptome für die Parodontitis im Anfangsstadium sind Zahnfleischbluten, dunkelrot eingefärbtes Zahnfleisch, Schwellungen des Zahnfleisches, starker Zahnbelag, unangenehmer Mundgeruch und zurückgehendes Zahnfleisch. Eins oder mehrere dieser Auffälligkeiten sind ernstzunehmende Hinweise für eine beginnende Parodontitis.

Wodurch entsteht Parodontitis?

An erster Stelle ist hier die unzureichende Mundhygiene zu nennen, aber auch erbliche Faktoren spielen eine Rolle. Es wird heute davon ausgegangen, das etwa ein Drittel der Menschen anfällig für Parodontitis ist.

Ursache für die Parodontitis können aber auch andere Krankheiten, wie Diabetes mellitus, Hormonschwankungen, Strahlentherapien bei Krebs und Stress begünstigen die Entstehung der Parodontitis. Unbedingt erwähnt werden muss auch das Rauchen. Bei Rauchern besteht eine bis zu siebenfach erhöhte Gefahr, an Parodontitis zu erkranken.

Wie lässt sich Parodontitis behandeln?

Die Bakterien, die der Auslöser für die Parodontitis sind, müssen bekämpft werden. Dazu muss Zahnstein entfernt, die Wurzel geglättet und die Ablagerungen am Zahnfleisch beseitigt werden. Die Zahntaschen müssen chirurgisch behandelt werden, wenn diese schon tiefer als sechs Millimeter sind und oft werden auch Antibiotika verordnet. Nach der Therapie sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt notwendig, der erneute Veränderungen des Zahnfleisches sofort erkennt und behandelt.

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