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Zahnzwischenraumreiniger

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ZahnzwischenraumreinigerDie sogenannten basisprophylaktischen Maßnahmen der Mundhygiene sind ein wichtiger Teil der vorbeugenden Zahnheilkunde, nämlich der Teil, den jeder von sich aus, ob Mann, Frau oder Kind, täglich selbst ausführen kann und sollte. Diese Maßnahmen, zu denen vor allem das Zähneputzen gehört, verhindern bei täglicher und gründlicher Anwendung die Entwicklung von bakteriellem Zahnbelag (Plaque), der durch ernährungsbedingte Säurebildung im Mundraum entsteht und in weiterer Folge zu Karies führt.

Doch auch Zahnstein, der sich durch die Aufnahme von Mineralstoffen auf dem Zahnbelag bildet, kann, ebenso wie Mundgeruch, Zahnfleischentzündungen und in weiterer Folge Parodontitis, durch regelmäßiges Zähneputzen verhindert werden. Die meist schmerzvolle Behandlung beim Zahnarzt könnte also durch eine tägliche und gewissenhafte Mundhygiene zuhause oftmals vermieden werden und würde sich somit auf eine harmlose, halbjährlich oder jährlich erfolgende Kontrolluntersuchung beschränken lassen. Zahnbürste und Zahncreme gehören somit aus gutem Grund und von Haus aus zu den wichtigsten und am häufigsten eingesetzten Hygieneartikeln überhaupt.

Aber auch bei korrekter und konsequenter Benutzung dieser borstenbestückten Kunststoffwaffe gegen Plaque und Co. lassen sich nur etwa 70 Prozent der Gebissoberfläche reinigen. Die restlichen dreißig Prozent, nämlich die Zahnzwischenräume (Interdentalraum), sind mit der Zahnbürste entweder nur sehr schwer oder überhaupt nicht erreichbar. Deshalb ist es aus der Sicht einer gründlichen Mundhygiene unerlässlich, die Zahnzwischenräume mit speziell dafür entwickelten Produkten sauber und rein zu halten. Dies gilt natürlich ebenso bei überkronten Zähnen und Implantaten sowie für Brücken- und Zahnspangen-Träger.

Ein vollständiges menschliches Gebiss verfügt (im Optimalfall) über 32 gesunde Zähne. Das ergibt also 30 Zahnzwischenräume, die auch nach dem normalen Zähneputzen noch von Nahrungsresten besetzt und somit von Bakterien bevölkert sind. Die Interdentalprophylaxe bezeichnet die Pflege dieser verborgenen Gebiete.

Im Folgenden werden verschiedene Zahnpflegeartikel für zuhause vorgestellt, mit deren Hilfe sich diese Problemstellen mehr oder weniger gründlich reinigen lassen. (Hierbei gilt: Zuerst die jeweilige Methode anwenden, sodass die Zahnzwischenräume bereits gesäubert sind, bevor die Zahnbürste mit dem “Großputz“ beginnt.)

Zahnstocher – seit Jahrtausenden in aller Munde

Dieses einfache Werkzeug zur Zahnzwischenraumbehandlung, auch als Zahnhölzchen bekannt, begleitet den Menschen (so belegen es die Kerben an den Zähnen mancher Neandertaler) bereits seit Urzeiten. Zu seiner Herstellung wurden die verschiedensten Materialien wie Grashalme, Holz, Knochen, Elfenbein, Federn, Tiersehnen oder auch Edelmetalle genutzt.

Die heute gebräuchlichen Zahnstocher bestehen meist aus Holz, sind circa fünf Zentimeter lang und an einem oder beiden Enden zugespitzt. Sie eignen sich gut, um faserige oder feste Nahrungsreste (etwa Fleischfasern oder Stückchen von Nüssen) aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen, gelten jedoch aus heutiger dentalmedizinischer Sicht aufgrund ihrer unflexiblen Struktur als ungeeignet, um eine hygienisch zufriedenstellende Zahnzwischenraumpflege zu gewährleisten.

Eine weiterentwickelte und bedeutend effektivere Form des Zahnhölzchens sind die aus Kunststoff hergestellten, keilförmigen Griffe mit Flaumbürste, die durch ihre pinselartige Struktur mehr Zahnoberfläche erreichen und somit eine wesentlich sorgfältigere Reinigung erzielen.

Zahnseide – Zahnpflege samt seidigem Gefühl

Obwohl Zahnseide ein allgemein bekannter Begriff ist, nutzen groben Schätzungen zufolge lediglich fünf Prozent der Deutschen dieses Hilfsmittel, obwohl dieses Produkt immerhin in jedem fünften deutschen Haushalt zu finden ist. Die Zahnseide wird vor allem zur Reinigung enger Zahnzwischenräume verwendet, bei größeren Lücken empfiehlt sich die Benutzung der nachfolgend beschriebenen Zahnzwischenraumbürsten. Allerdings erreicht nur der Einsatz von Zahnseide die sogenannten Kontaktpunkte der Zähne. (Kontaktpunkte sind die Stellen, an denen sich die Zähne gegenseitig berühren.)

Als Erfinder der modernen Zahnseide gilt der aus den USA stammende Zahnarzt Levi Spear Parmly (1790-1859). Er verwendete zur Herstellung ungezwirntes Seidengarn.

Zahnseide ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die mittlerweile aus einem Textilfaden (Floss) hergestellte Zahnseide kann gewachst oder ungewachst, mit speziellen Beschichtungen wie Gore-Tex, Teflon oder Pfefferminzgeschmack überzogen oder auch mit Fluoriden imprägniert sein. Die gewachsten und imprägnierten Ausführungen lassen sich zwar geschmeidiger um den Zahn führen, rutschen aber auch leichter zwischen den Fingern, während man mit der unbehandelten Zahnseide eine etwas höhere Reinigungswirkung erzielt.

Daneben gibt es eine speziell für den Einsatz bei kieferorthopädischen Brücken und Geräten entwickelte Zahnseide, die neben dem verstärkten Einführungsteil (erleichtert das “Einfädeln“) über einen flauschigen Nylonfaden verfügt.

Für eine komplette Zahnreinigung benötigt man ein etwa 50 Zentimeter langes Stück. Die Zahnseide wird “gefädelt“, indem sie zwischen die Mittelfinger und Daumen genommen (und bei Bedarf um die Mittelfinger gewickelt) und anschließend C-förmig um den Zahn gelegt wird, der nun mit vorsichtigen Auf- und Ab-Bewegungen bis an den Zahnfleischsaum gesäubert wird. Nach Beendigung des einen und vor dem Wechsel zum nächsten Zahn wickelt man die Zahnseide so um den Mittelfinger, dass das bereits benutzte Stück zur Seite rückt und durch ein sauberes ersetzt wird.

Besonders bei Menschen, die mit der Reinigung der Zahnzwischenräume mittels Zahnseide gerade erst beginnen, kann es aufgrund einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) zu Zahnfleischbluten kommen. Dieses legt sich bei regelmäßiger Anwendung im Normalfall von selbst, solange das dazu nötige “Fingerspitzengefühl“ beim Säuberungsvorgang vorhanden ist.

Die Zahnseide sollte zumindest einmal in der Woche, besser jedoch täglich und stets vor dem Zähneputzen verwendet werden. Denn während Plaque in den Zahnzwischenräumen durch den Einsatz von Zahnseide gut entfernt werden kann, lässt sich bereits vorhandener Zahnstein durch Zahnseide alleine nicht mehr beseitigen.

Variationen der Zahnseide

Das Dentalstäbchen (auch Flossette, Zahnseide-Stick oder Zahngeige genannt) ist eine Mischung aus Zahnstocher und Zahnseide und wird überwiegend als Einweg-Produkt hergestellt. Es besteht aus einem meist aus Kunststoff gefertigtem Griff, der hinten zugespitzt verläuft und als Zahnstocher fungiert, während der vordere Teil sich gabelt und somit Platz für ein eingespanntes Stück Zahnseide bietet. Die Flossette ist zwar einerseits unkomplizierter zu handhaben, besitzt andererseits jedoch nicht die Reinigungswirkung der korrekt verwendeten, normalen Zahnseide.

Ebenso gibt es batteriebetriebene Geräte, die an ihrer Spitze über einen “Nylondorn“ verfügen. Dieser wird mit elektrischen Schwingungen von etwa 10.000 Umdrehungen pro Minute angetrieben und sorgt so für eine effektive Reinigung der Zahnzwischenräume.

Mit Zahnzwischenraumbürsten den Raum zwischen den Zähnen bürsten

Diese auch unter dem Fachbegriff Interdentalbürsten erhältlichen Zahnpflegeprodukte werden speziell bei Gebissen mit größeren Zahnzwischenräumen eingesetzt. Aber auch bei kieferorthopädischen Veränderungen wie Brücken oder Implantaten zählen sie zu den bevorzugten Pflegemitteln.

Die aus Kunststoff gefertigten Bürsten verfügen über ein rund zwei Zentimeter langes, flexibles und dünnes Endstück, an dem sich kreisförmig angeordnete, kurze und feine Borsten befinden, welche sich harmonisch den Zahnzwischenräumen anpassen. Zu diesem Zweck werden die Zahnzwischenraumbürsten, je nach Abstand der Zähne, in diversen Größen hergestellt, wobei mithilfe der sogenannten IAP Mess-Sonde (Interdental Access Probing) die jeweils passende Form ermittelt werden kann.

Denn eine zu kleine Bürste erzielt keine optimalen Reinigungsergebnisse, während eine zu große Form das Zahnfleisch reizen oder gar verletzen kann.

Eine inzwischen erhältliche, innovative Verbesserung der Interdentalbürsten sorgt durch ihre, dem Zahnzwischenraum angepasste, dreieckige Form für einen noch höheren Reinigungsgrad dieser ansonsten schwer erreichbaren Zahnoberfläche. Das abnehmbare Endstück der Zahnzwischenraumbürsten sollte, bei täglichem Gebrauch, zugunsten der größtmöglichen Wirkung nach spätestens zwei Wochen ersetzt werden.

Munddusche, Mundspülung und Co.

Die Munddusche ist ein Apparat, der mittels eines Wasserstrahls die Zahnzwischenräume von Speiseresten und Plaque befreit. Nebenbei wird durch den Wasserstrahl, dem bei Bedarf ein Mundwasser beigefügt werden kann, das Zahnfleisch massiert. Dieses Gerät eignet sich gut zur Reinigung bei sehr engen Interdentalräumen, welche die Anwendung von Zahnseide und speziell von Interdentalbürsten nahezu unmöglich machen.

Mundspülungen, auch Mundwasser genannt, dienen zur Spülung des Mundraums und werden nach dem Zähneputzen oder auch nach einer Mahlzeit eingesetzt. Sie wirken antiseptisch und bieten durch ihre Wirkstoffe eine gute Prophylaxe. Die darin enthaltenen Fluoride härten den Zahnschmelz, während die jeweils beigefügten Aromastoffe wie Menthol, Minze oder Salbei für einen frischen Atem sorgen.

Auch speziell zur Mundhygiene entwickelte und somit zuckerfreie Kaugummis können durch die darin enthaltenen Inhaltsstoffe und dem durch das Kauen angeregten Speichelfluss den Aufbau von zahnbelagsbildenden Bakterien unterbrechen, ersetzen aber keineswegs die tägliche und gründliche Pflege der Zähne und deren Zwischenräume.

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