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Zahnfleischbehandlung

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Wenn der Zahnarzt eine Zahnfleischbehandlung empfiehlt, dann zucken erst einmal viele Patienten zusammen. Denn mit diesem Wort geht meist ein unangenehmer Schmerz einher, den man eigentlich nicht spüren möchte. Doch eine Zahnfleischbehandlung ist lange nicht so schmerzhaft und unangenehm, wie immer gedacht wird. Aber sie ist oftmals notwendig, um die vorhandenen Zähne zu schützen und zu erhalten. Die Gründe hierfür und wie solch eine Behandlung funktioniert, können im Folgenden nachgelesen werden.

Gründe für eine Zahnfleischbehandlung

Eine Zahnfleischbehandlung ist dann notwendig und empfehlenswert, wenn eine entzündliche Zahnfleischerkrankung – auch Parodontitis genannt – vorliegt. Ursache hierfür ist die Ansammlung von schädlichen Bakterien im Mundraum. Ist unser Mundraum gesund, so bevölkern ihn rund 700 verschiedene Bakterien. Der Großteil davon ist völlig harmlos und wird sogar dringend benötigt. Einige wenige jedoch können dann, wenn sie in zu großer Anzahl auftreten, schädlich sein. Sie schwächen die Abwehr des Körpers und es bildet sich vermehrt Plaque. Im Plaque nisten sich dann die gefährlichen Bakterien ein und gehen ihrer Arbeit nach. Diese Bakterien wandern dann in die Zahnfleischtaschen und senden Gifte an das Zahnfleisch ab. Das Zahnfleisch entzündet sich und bildet sich zurück. Und mit ihm der Knochen. Dies ist sehr gefährlich, da der Zahn im Knochen steckt und nur dann halten kann, wenn der Knochen stark ausgebildet und gesund ist. Doch egal wie stark die Parodontitis ausgeprägt ist: Sie kann nur entstehen, wenn die Zähne mit Plaque behaftet sind. Deshalb gilt: Fleißiges Putzen ist die beste Vorsorge. Wird die Parodontitis nicht behandelt, so kann es im schlimmsten Fall zu einem Zahnverlust kommen. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern bekanntlich auch eine recht kostspielige Angelegenheit. Denn Zahnersatz wird nur noch zu Teilen von den Krankenkassen bezuschusst. Doch mit der Parodontitis gegen auch noch andere Krankheiten einher, die den kompletten Körper betreffen. Ist die Entzündung sehr stark ausgeprägt, kann es zu Herz- und Kreislaufproblemen kommen, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Hier muss unverzüglich gehandelt werden, damit keinen bleibenden Schäden hervorgerufen werden.

Erste Anzeichen für eine Parodontitis

Um frühzeitig auf die Parodontitis reagieren zu können, muss man die ersten Anzeichen erkennen können. Hierzu gehört das Zahnfleischbluten. Es kann bereits beim Berühren des Zahnfleisches auftreten. Häufiger kommt es jedoch beim Zähneputzen vor. Auch eine Rötung und Schwellung des Zahnfleisches ist ein sicheres Indiz für Parodontitis. Mundgeruch, das „länger werden“ der Zähne und eine Zahnlockerung kommen hinzu.

Methoden zur Zahnfleischbehandlung

Die modernen Methoden zur Zahnfleischbehandlung haben wenig mit den gruseligen Geschichten zu tun, die solch einer Behandlung gerne einmal anhaften. Vom Aufschneiden, Wegschneiden oder gar Wegbrennen des Zahnfleisches ist da die Rede. Doch keine Panik. Diese Behandlungsmethoden werden schon lange nicht mehr praktiziert. Vielmehr wird heute auf eine schonende und schmerzarme Therapie gesetzt, welche auch langfristige Erfolge mit sich bringt. Und so wird heute weder das Zahnfleisch abgelöst, noch weggebrannt oder gar weggeschnitten. Heute wird mit zierlichen aber scharfen Löffeln gearbeitet. Diese werden vorsichtig in die Zahnfleischtaschen zur Reinigung eingeführt. Genannt wird diese Methode in der Zahn Welt die „geschlossene Kürrettage“. Eine offene Variante – also das Ablösen des Zahnfleisches – muss nur noch dann vorgenommen werden, wenn der Knochenabbau schon so weit fortgeschritten ist, dass der Zahnerhalt auf andere Art und Weise nicht mehr möglich ist. Allerdings kommt dieses nur in sehr seltenen Fällen vor und wird dann auch nur an einzelnen Zähnen vorgenommen.

Ziel sollte es bei solch einer Behandlung immer sein, die Entzündung am Zahnhalteapparat zu beseitigen und somit eine Grundlage für einen gesunden Zahn zu schaffen.

Behandlungsablauf bei einer Zahnfleischbehandlung

Eine fachgerechte und erfolgreiche Zahnfleischbehandlung bedarf immer mehrerer Sitzungen. Zudem ist ein Zusammenspiel von Zahnarzt und ausgebildeter Assistentin dringend notwendig, um das Zahnfleisch optimal behandeln zu können. Beim ersten Termin wird der Zahnarzt den Mundraum gründlich untersuchen, eine Diagnose stellen und gegebenenfalls ein Röntgenbild anfertigen. Anhand dieses Bildes kann gesehen werden, wie weit sich der Knochen bereits zurückgebildet hat. Im Anschluss wird der Zahnarzt ein Gespräch mit dem Patienten führen und ihn über den Befund und den weiteren Behandlungsverlauf aufklären. Im Anschluss übernimmt die Assistentin und reinigt die Zähne gründlich. Dabei wird der Zahnstein entfernt und die Zahnfleischtaschen desinfiziert. Verwendet wird hierfür eine Spüllösung, welche in die Zahnfleischtaschen gegeben wird. Beim zweiten Termin werden zuerst die bereits erzielten Behandlungserfolge begutachtet. Der Heilungsprozess wird ausgewertet und eventuelle Probleme besprochen. Im Anschluss erfolgen eine weitere professionelle Zahnreinigung und das erste Kürretieren der Zähne. Begonnen wird hierbei meist mit dem Oberkiefer. Kürretiert wird allerdings nur so lange, wie es für den Patienten ohne Schmerzen möglich ist. Entfernt werden dabei die oberflächlichen Konkremente.

Die nächsten Termine beim Zahnarzt laufen ähnlich dem zweiten Termin ab. Es erfolgt eine professionelle Zahnreinigung und man wird mit dem Kürretieren fortfahren. Zudem wird ein Antrag an die Krankenkasse zwecks Kostenübernahme gestellt. Wenn die oberflächliche Entzündung deutlich zurückgegangen ist und das Zahnfleisch nicht mehr blutet, ist der Zahnarzt wieder gefragt. Er überprüft die Befunde und misst daran den Erfolg der Vorbehandlung. Ist der Erfolg gut, dann beginnt nun die eigentliche geschlossene Kürrettage. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung und meist innerhalb von vier Sitzungen. Der Zahnarzt dringt dabei tief in die Zahnfleischtaschen ein und reinigt diese. Auch wenn es schmerzhaft klingt. Es tut nicht weh. Durch die lokale Betäubung treten weder während, noch nach der Behandlung Schmerzen auf.

Zeit nach der Zahnfleischbehandlung

Um einen langfristigen Erfolg der Zahnfleischbehandlung garantieren zu können, ist die Nachsorge entscheidend. Einfach so weitermachen wie vorher sollte nicht sein. Vielmehr sollte größter Wert auf eine ordentliche Mundhygiene gelegt werden. Zwei bis drei Mal Zähneputzen pro Tag müssen sein. Hierzu muss die passende Zahnbürste verwendet werden. Der Zahnarzt wird dazu eine Empfehlung aussprechen. Die Zahnbürste sollte aller 6 Wochen gegen eine neue ausgetauscht werden, damit sich an ihr keine Bakterien sammeln können, die dann zusätzlich in den Mundraum getragen werden. Neben der Mundhygiene sollte auch die Ernährung ausgewogen und abwechslungsreich sein. Zu viele süße Speisen sind generell ungesund. Nicht nur für die Zähne, sondern auch für den restlichen Körper. Ballaststoffreiche Nahrung, viele Vitamine und Kalzium, stärken die Gesundheit, die Knochen und somit auch die Zähne und das Zahnfleisch.

Als letztes sollte ein regelmäßiger Kontrollbesuch beim Zahnarzt eingelegt werden. Wenn möglich gleich in Verbindung mit einer professionellen Zahnreinigung. So beugt man effektiv einer Parodontitis vor und erspart sich eine weitere Zahnbehandlung. Und sollte doch wieder eine Verschlechterung des Zahnfleisches eingetreten sein, so ist dieser Befund sicherlich nicht so ausgeprägt wie bei der ersten Behandlung, da man viel dagegen getan hat. Die folgende Behandlung fällt deshalb auch deutlich geringer aus. Was nicht nur den Patienten, sondern auch die Krankenkasse freuen dürfte.

Zahnfleisch-Problemen vorbeugen

Doch man kann auch effektiv einer Zahnfleischbehandlung vorbeugen. Die gründliche Reinigung der Zähne und des gesamten Mundraumes ist hierfür ausschlaggebend. Wer es sehr gründlich machen möchte, sollte dabei nicht nur auf die Zahnbürste und die Zahnpasta setzen. Denn damit können nicht alle Zahnzwischenräume erreicht werden. Zahnzwischenraumbürsten und Zahnseide füllen hier die Reinigungslücke. Die richtige Anwendung dieser Hilfsmittel sollte man sich im Vorfeld immer vom Zahnarzt erklären lassen. Auch medizinische Mundspülungen können einer Zahnfleischbehandlung vorbeugen. Sie ergänzen die manuelle Reinigung und spülen die Bakterien aus dem Mundraum. Und auch übermäßiges Rauchen, Stress und Diabetes sind neben einer ungesunden Ernährung Gründe für eine Zahnfleischbehandlung. Um hier vorzubeugen, sollte man diese Dinge in einem begrenzten Rahmen ablaufen lassen. Und wer unter Diabetes leidet, sollte dies immer seinem Zahnarzt mitteilen, damit dieser noch intensiver auf das Zahnfleisch und dessen Veränderungen achtet.

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