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Zahnschmerzen

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ZahnschmerzenZahnschmerzen zählen zu den vielleicht schlimmsten Übeln, die ein Mensch erleiden kann, ohne ernsthaft zu erkranken. Sicherlich sticht es auch mal in den Muskeln, der Kopf scheint zu zerplatzen oder der Rücken macht wieder eindringlich auf die falsche Sitzposition am Schreibtisch aufmerksam. Mit etwas Bewegung an der frischen Luft lassen sich diese temporären Unannehmlichkeiten aber in der Regel sehr schnell beheben. Zumal sie ohnehin meist binnen weniger Stunden verschwunden sind, sofern tatsächlich keine bestimmte Ursache dafür vorliegt. Bei Zahnweh ist das allerdings etwas anders und häufig deutlich schlimmer als die zuvor genannten Leiden. Vielleicht beginnt es mit einem leichten Ziehen, eventuell tritt auch spontan ein starker Schmerz auf. Je länger er dauert, umso intensiver scheint die Problematik aufzutreten. Dazu kommt, dass die Pein nicht alleine aufgrund ihres Ausmaßes wirkt: Sie scheint den Betroffenen auch regelrecht mürbe zu machen und ihm seine Kräfte zu rauben. Wer einmal über mehrere Tage unter üblen Zahnschmerzen leiden musste, weil eine schnelle Hilfe gerade nicht möglich war, der kann gewiss ein Lied davon singen. Doch damit gilt auch, dass bei solchen Schmerzen, die akut auftreten, unverzüglich der Zahnarzt aufgesucht werden sollte. Denn nur damit lassen sich schlimmere Folgen vermeiden und der Prozess der Heilung kann in Angriff genommen werden.

Warum hat man Zahnschmerzen?

Doch ehe tatsächlich die geeigneten Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können, muss sich der Zahnarzt zunächst von den Ursachen der Schmerzen überzeugen. Diese können vielfältig sein und nicht immer ist es leicht, auf den ersten Blick den Auslöser zu erkennen. Nicht selten wird dieser erst während der zweiten oder sogar dritten Behandlung gefunden und behoben. Anfangs werden daher immer die Zähne selbst auf mögliche Beschädigungen untersucht. Diese sollten bei einer gesunden Mundflora nicht vorliegen. Denn der Zahn an sich ist stark genug, allen Bedrohungen zu trotzen. Insbesondere die sorgsam gepflegte Außenhaut – nämlich der Zahnschmelz – erweist sich dabei für viele Bakterien als zu hart und somit undurchdringlich. Allerdings kann es immer wieder vorkommen, dass die Zahnhygiene mangelhaft ist oder sich insbesondere in den Zwischenräumen kleine Schwachstellen finden, in denen der Karies unerbittlich zuschlägt. Zerfressen diese Substanzen erst den Zahn, so dauert es meist nur wenige Wochen, bis sie an den Nerven angekommen sind und dort für starke Schmerzen sorgen. Übrigens können auch künstliche Zähne zu ähnlichen Leiden führen: Sitzen Kronen oder Brücken nicht gänzlich passgenau oder sind sie sogar locker, so können sie sich beim Kauen verschieben und ebenfalls schmerzhaft in das Zahnfleisch drücken.

Kleine Wunden um Mund verursachen Zahnschmerzen

Es wäre allerdings fahrlässig, den Auslöser der Schmerzen alleine an den Zähnen zu vermuten. Wenngleich die Quelle der Leiden im Regelfall tatsächlich dort zu finden ist – nicht selten allerdings erst an den Wurzeln, was einen komplizierteren Eingriff erfordert. Dennoch sollte der umsichtige Arzt immer auch den gesamten Mundraum im Blick behalten. Gerade das Zahnfleisch ist trotz guter Pflege immer wieder anfällig für kleine Wunden. So reicht es bereits, wenn an der Zahnbürste eine Borste etwas spitz geraten ist und sich in das Fleisch bohrt. Kleine Bakterien haben anschließend leichtes Spiel, sich genau dort einzunisten und zu erheblichen Leiden zu führen. Insbesondere die sogenannten Aphten sind sehr unangenehm. Bei ihnen handelt es sich um kleine weiße Stellen im Zahnfleisch, die in ihrer Struktur ein wenig an einen flachen Krater erinnern. In der Regel werden diese Wunden nicht allzu groß, können aber auch in kleinerem Ausmaß zu starken Schmerzen führen, der nicht selten mehrere Tage andauert. Ebenso ist es möglich, dass die Ursache der Pein am Kiefer zu finden ist. Etwa weil sich kleine Bakterien durch anfälliges Zahnfleisch bis auf den Knochen fortbewegt haben. Hierbei wäre es schwierig, den Auslöser zu finden. Denn dazu ist meist eine Röntgenuntersuchung notwendig.

Verhärtete Muskeln führen zu Zahnschmerzen

Deutlich komplizierter wird es jedoch, wenn sich der Grund für die Schmerzen weder an den Zähnen selbst noch im gesamten Mundbereich finden lässt. Tut es dennoch weh, ohne dass die Leiden nach wenigen Stunden oder einem Tag abklingen, so werden die Ursachen in anderen Teilen des Köpers vermutet. Hierbei lohnt sich ein Blick in die menschliche Anatomie, der zeigt, wie sie wir von Muskeln durchzogen sind, die sich über das gesamte Skelett hinwegbewegen. Auch sie können zu spontanen Schmerzen führen. Mehr noch, gerade durch ihre lang gezogene Bauart transportieren sie die Pein dorthin, wo sie am wenigsten vermutet wird. So können Bauchschmerzen auf eine Verletzung im Rückenbereich zurückführen. Zahnschmerzen werden zudem nicht selten durch verhärtete Muskeln im Bereich der Schultern oder des Nackens ausgelöst. Wer diese Stellen besonders streng trainiert, ohne für Aufwärmung und Dehnung der Muskeln zu sorgen, der kann durchaus von Zahnweh betroffen sein. Denn die Leiden strahlen bis in den Mundbereich, ohne dort genau lokalisierbar zu sein. Dass die tatsächliche Ursache in einem verspannten Hals liegt, wird oft erst viel zu spät herausgefunden. Kann der Arzt jedoch an den Zähnen, dem Kiefer und dem Zahnfleisch keine Beschädigungen finden, sollte er relativ schnell auch die Muskeln hinterfragen.

Schmerzen nach einem Dental-Eingriff

Zu unterscheiden ist bei alledem jedoch von solchen Leiden, deren Ursache zunächst unkonkret ist und solchen, die sich auf einen klaren Hintergrund zurückführen lassen. Bei den Letztgenannten liegt im Regelfall ein Eingriff vor, der nur wenige Stunden oder Tage vor Beginn des Schmerzes durchgeführt werden musste. Das kann selbst eine kleine Füllung sein, bei der zuvor nicht gründlich das Loch im Zahn gesäubert wurde – werden einige wenige Bakterien unter der Plombe eingeschlossen, so können sie dort für erhebliche Qualen sorgen. Doch meist handelt es sich um andere Eingriffe, die noch mehrere Tage spürbar sind. Etwa dann, wenn tatsächlich eine Verletzung der Wurzeln zu beheben war. Oft ist dieser Bereich des Zahnes sehr sensibel und damit immer auch anfällig für alle äußeren Einflüsse, die sich nun ihren Weg durch die meist offene Wunde zu den Nerven suchen. Aber auch gezogene Zähne können noch einige Zeit auf sich aufmerksam machen und eine Nachsorge erfordern. Ein umsichtiger Zahnarzt wird daher auch immer diese Ursachen einkalkulieren und neben der Kontrolle der übrigen Zähne gleichfalls etwaige Überbleibsel aktueller Eingriffe genau untersuchen. Denn in einer der zuvor genannten Quellen muss der Schmerz ja schließlich sitzen und wird dort auch gewiss gefunden.

Hilfe bei Zahnschmerzen

Nachdem die Ursachen des Schmerzes beleuchtet wurden, soll der weitere Blick den möglichen Konsequenzen gewidmet werden. Hierbei insbesondere der Frage: was passiert, wenn keine Hilfe durch einen Facharzt in Anspruch genommen wird? Je nach Auslöser der Leiden kann es sein, dass die Pein tatsächlich nach wenigen Stunden oder Tagen vorbei ist – aber nach einigen Wochen wieder auftritt. Dieses Merkmal zeigt sich meist bei Wurzelverletzungen, die zu kleinen Eiterwunden führen. Immer mal wieder platzt eine solche auf, verheilt und füllt sich binnen mehrerer Tage erneut mit Eiter. In diesem Fall tritt der Schmerz in bestimmten Abständen auf. Löcher oder ernsthafte Verletzungen sind nicht nur für eine lange Zeit sehr intensiv zu spüren, sondern verschwinden auch nicht von selbst. Besteht keine Möglichkeit, dass sich ein Arzt einmal des Problems annimmt, so läuft der Betroffene immer Gefahr, den Zahn gänzlich zu verlieren. Er kann absterben und ausfallen. Zudem sollte immer auch die Möglichkeit einkalkuliert werden, dass der Kiefer ernsthafte Schäden nehmen kann. Auch hier wären schmerzhafte Folgen nicht zu vermeiden. Ebenso könnten die helfenden Eingriffe erneut langwierig und vor allem teuer werden. Wichtig ist es daher, den Zahnarzt aufzusuchen, wenn die Symptome nicht binnen ein bis zwei Tagen abklingen.

Wie sollte Erste Hilfe aussehen?

Sobald sich die Schmerzen einstellen und nicht binnen kurzer Zeit von selbst verschwinden, muss damit gerechnet werden, dass ernsthafte Ursachen vorliegen. Spätestens am Folgetag des erstmaligen Auftretens ist daher der Arzt zu konsultieren. Handelt es sich um ein Wochenende oder die späten Abendstunden, kann auch die Nothilfe sowie das Krankenhaus in Anspruch genommen werden. Spontan lassen sich die akut auftretenden Zeichen aber ebenso daheim beheben. Hierbei sollte ein kleines Kühlkissen verwendet werden, um Schwellungen zu lindern, jedoch auch den ersten Schmerz abklingen zu lassen. Oft stellt sich dabei die Frage, ob nicht Wärme – etwa durch die Bestrahlung mit Rotlicht – dabei besser wirkt. Jedoch ist immer auch davon auszugehen, dass der Zahn oder seine Wurzel bereits vereitert ist. In diesem Falle würde sich die Flüssigkeit durch die Wärme nur weiter ausbreiten, wodurch bei Kälte sichergestellt ist, dass sie abnimmt. Ebenso könnte der Griff zu frei erhältlichen Schmerzmitteln die ersten Qualen beseitigen. Doch Vorsicht, steht wenig später die zahnärztliche Untersuchung an, sollte das Gebiss nicht betäubt sein. Hier wäre es daher besser, dem Zahnarzt die weiteren Schritte zu überlassen und die eigenen Empfindungen nicht mit den Präparaten aus der Hausapotheke zu verfälschen – mögen sie noch so gering dosiert sein.

Hausmittel bei Zahnschmerzen

Neben allen möglichen Ratschlägen, die den Betroffenen von der Qual erlösen können, werden oft auch die Hausmittel genannt. Ihnen ist jedoch eher skeptisch gegenüberzutreten. So soll eine Gewürznelke in den Bereich des Mundes genommen werden, in dem es zieht oder pocht. Auch zerkaute Blätter des Rosmarins sollen lindernd wirken. Ganz zweifelhaft sind dann solche Hinweise, die darauf beruhen, den Mund einige Minuten lang mit Alkohol auszuspülen. Das mag zwar tatsächlich die Bakterien töten, die sich gerade in einem Loch des Zahnes oder einer Wunde im Fleisch einnisten. Die wahren Ursachen werden damit jedoch nicht behoben. Und kein Zahnarzt wird es als gute Voraussetzungen empfinden, in einem Mund zu arbeiten, aus dem ihm eine solide Alkoholfahne entgegenweht. Hilfreich kann es allerdings sein, mit einem lauwarmen Tee aus Kamille, Huflattich oder Wacholder den betroffenen Bereich zu spülen. Auch das tötet die Keime ab und kann damit für kurzfristige Linderung sorgen. Aber auch hier gilt, dass diese Maßnahme den schnellen Weg zum Arzt nicht ersetzen kann. Bei kleinen Verletzungen im Zahnfleisch, die im Laufe der Zeit von selbst abklingen, kann zudem eine Tinktur aus den Essenzen der Ringelblume hilfreich sein und die Wunde verschließen.

Je eher mit Zahnschmerzen zum Zahnarzt, desto besser

Wer nun also tatsächlich von ziehenden, pochenden oder drückenden Schmerzen im Mundbereich betroffen ist, sollte zunächst mit einem solchen Tee versuchen, die Symptome zu beheben. Dauern diese auch nach einigen Stunden noch unvermindert an oder hat sich deren Intensität sogar erhöht, mag eine Schmerztablette hilfreich sein. Zeigt auch sie sich als wirkungslos, so ist umgehend der Zahnarzt zu kontaktieren. Gleiches gilt, wenn die Leiden nach einem Tag nicht behoben sind und damit auf ernsthafte Schäden deuten. Dennoch kann es sich immer auch lohnen, die Ursachen dafür einmal selbst zu hinterfragen. Denn wie bereits gesagt, auch verspannte Muskeln sind ein Auslöser für die Zahnschmerzen. Hierbei könnte der Zahnarzt also wenig ausrichten. Vielmehr müssten bei den nächsten Trainingsübungen die Muskeln gelockert werden. Allerdings dürfte das nur ein schwacher Trost sein. Denn in der Regel sind natürlich die Zähne betroffen, wenn es mal wieder zwickt. Der Arzt hat hierbei unterschiedliche Methoden, dem Schmerz sprichwörtlich auf den Zahn zu fühlen. Je eher ihm dazu die Gelegenheit gegeben wird, umso größer ist die Chance einer schnellen und unkomplizierten Heilung. Nur wer länger damit wartet, begibt sich immer auch in die Gefahr ernsthafter Konsequenzen. Und das ist am Ende nicht nur eine Frage des Schmerzes, sondern stets auch eine der Kosten.

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