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Zahnversiegelung

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ZahnversiegelungGesunde und schöne Zähne ein Leben lang wünscht sich jeder Mensch. Schließlich gibt es kaum etwas Schöneres als ein strahlendes Lächeln mit blitzend weißem Gebiss. Manche Menschen haben Glück und genetisch bedingt ein sehr gutes Gebiss, das dank regelmäßiger und gründlicher Reinigung sowie dem obligatorischen Zahnarztbesuch zweimal jährlich lange schön und frei von Karies bleibt. Andere hingegen sind von der Natur nicht so gut bedacht worden und entwickeln trotz eifriger Pflegemaßnahmen und häufigen Besuchen beim Zahnarzt kariöse Zähne. In solchen Fällen ist besondere Vorsorge angebracht. Diese fängt schon mit der Ernährung an – möglichst wenig Zucker und Nahrung, die gut durchgekaut werden muss (etwa Vollkornbrot) – und erstreckt sich über spezielle Maßnahmen wie beispielsweise der zusätzlichen Gabe von Fluorid und/ oder einer Zahnversiegelung.

Was wird bei einer Zahnversiegelung wie versiegelt?

Bei einer Zahnversiegelung werden vor allem die hinteren Backenzähne mit einer Kunststoffschicht überzogen. Dadurch sollen kariesverursachende Bakterien von den Zähnen ferngehalten werden. Eine Versiegelung der Zähne ist vor allem bei Kindern mit frisch durchgebrochenen bleibenden Zähnen sowie besonders kariesanfälligen Personen sinnvoll. Bei Kindern (und auch Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr) wird diese Behandlung auf jeden Fall von der Krankenkasse getragen, Erwachsene müssen eine Versiegelung im Regelfall aus eigener Tasche bezahlen. Der Preis variiert von Zahnarzt zu Zahnarzt, beträgt jedoch meist um die 50 bis 75 Euro. Besonders sinnvoll bei kariesanfälligen Patienten sind Kunststoffe, die regelmäßig Fluorid an den versiegelten Zahn abgeben, das erhöht die Schutzwirkung noch einmal zusätzlich. In verschiedenen Studien wurde schließlich nachgewiesen, das Fluorid eine wirksame Waffe zur Vorbeugung von Karies darstellt – allerdings nur dann, wenn die Substanz direkt auf die Zähne einwirken kann. Die Gabe von Fluoridtabletten, wie sie manche vielleicht noch aus der Grundschule kennen, zeigte hingegen kaum eine vorbeugende Wirkung.

Zahnversiegelung bei Kindern

Kinderzähne sind besonders anfällig für Karies. Gerade, wenn die bleibenden Zähne noch neu sind, ist der Schmelz noch nicht ausgeprägt und muss sich erst in einem Reifeprozess erhärten. Zudem sind Kinder bekanntermaßen nicht gerade die fleißigsten Zähneputzer. Fast alle Eltern kennen schließlich das Gejammer und die scheinbar endlosen Diskussionen, nur um morgens und abends die Zähne der Kinder putzen zu können. Was viele jedoch nicht wissen: Kinder sind erst ab Ende der Grundschulzeit in der Lage, sich selbst gründlich die Zähne zu putzen. Vorher sind sie schlicht zu ungeschickt. Aus diesem Grund empfehlen die meisten Zahnärzte, Kinderzähne zumindest durch einen Erwachsenen nachputzen zu lassen – und das, bis das Kind ungefähr 10 Jahre alt ist. Wichtig ist auch, eine spezielle Kinderzahnpasta mit Fluorid zu verwenden und regelmäßig einen Zahnarzt aufzusuchen. Kinder sollten sich mindestens jedes halbe Jahr einmal in den Mund schauen lassen. Vielen Kindern mit den ersten bleibenden Zähnen – diese brechen etwa ab dem 5. Lebensjahr durch – empfiehlt der Zahnarzt schließlich eine Zahnversiegelung, um den noch weichen Zahnschmelz zu schützen.

Zahnversiegelung = mehr Karies?

In einer Studie der Universität Kiel wurde unlängst festgestellt, dass Kinder mit Versiegelung häufiger Karies entwickeln als andere. Das sollte doch eigentlich eher ein Grund gegen eine Versiegelung sein – ist es aber nicht. Denn in derselben Studie wurde zugleich festgestellt, dass sich die Eltern von Kindern mit versiegelten Zähnen in vermeintlicher Sicherheit wähnen und anscheinend die Zahnpflege ihrer Kinder nicht mehr so ernst nehmen. Hier heißt es aufzupassen, denn auch mit einer Zahnversiegelung müssen die Zähne zweimal täglich und genauso gründlich wie vorher geputzt werden! Beachtet man diese Vorsichtsmaßnahme, erweist sich die Versiegelung als Schutzfaktor vor Karies und minimiert das Risiko um bis zu 50 Prozent.

Auch Erwachsene mit stark ausgeprägten Fissuren profitieren von einer Zahnversiegelung – vorausgesetzt natürlich, dass man weiterhin die erforderliche Zahnpflege betreibt. Fissuren werden die Furchen in den Backenzähnen genannt, die mit zunehmendem Alter immer tiefer werden. Mit der Zahnbürste erreicht man diese Tiefen schlecht, weshalb sich dort auch bei sehr guter Zahnpflege schnell Karies bilden kann. Eine Versiegelung schützt den Zahn deshalb vor der Ansammlung von Bakterien und Essensresten in den Fissuren und damit auch vor der Entstehung von Karies.

Vorteile der Zahnversiegelung

Eine Zahnversiegelung ist weder schmerzhaft noch zeitraubend. Bevor ein Zahn versiegelt wird, muss er zunächst einmal gründlich auf eventuelle Karies geprüft und anschließend gereinigt werden. Schließlich soll nur der saubere Zahn verschlossen werden und nicht noch irgendwelche fremden Bestandteile. Im Anschluss wird die Oberfläche des Zahns – besonders die Fissuren und die Kaufläche – mittels eines ätzenden Gels aufgeraut. Dadurch soll der Halt der Versiegelung verbessert werden. Der letzte Vorbereitungsschritt besteht darin, das Gel zu trocknen. Schließlich wird der schützende Kunststoff – das sogenannte Komposit – in einer dünnen Schicht aufgetragen bzw. die Fissuren werden damit aufgefüllt, so dass nur noch eine glatte Fläche übrigbleibt. Mittels zusätzlichem Licht, meist UV-Licht, und der Zufuhr von Wärme trocknet der Kunststoff schnell aus. Übrigens ist eine Versiegelung nicht nur als vorbeugende Maßnahme sinnvoll, sondern kann auch bei Karies im Frühstadium eingesetzt werden. Dazu bohrt der Zahnarzt die kariösen Stellen auf und entfernt das faulige Material. Anschließend wird der Zahn wie beschrieben versiegelt. Im Idealfall hält eine solche Versiegelung etwa 4 Jahre, kann jedoch immer wieder erneuert werden.

Der verwendete Kunststoffüberzug ist in der Regel auf für Allergiker verträglich. Wenn man jedoch auf einige Stoffe allergisch reagiert bzw. weiß, dass das verwendete Versiegelungsmaterial nicht geeignet ist, so sollte man Rücksprache mit seinem Zahnarzt halten und gegeben falls zunächst einmal einen Allergietest auf das Komposit durchführen lassen. Fällt dieser Test dergestalt aus, dass man allergisch ist, so findet der Zahnarzt ein anderes, verträgliches Material. Natürlich können auch nach der Versiegelung leichte allergische Reaktionen auftreten. In einem solchen Fall muss das Komposit entfernt und durch ein anderes ersetzt werden.

Contra Zahnversiegelung?

Es gibt zahlreiche Gegenstimmen gegen eine Zahnversiegelung. Meist steckt dahinter die Befürchtung, dass sich unter der Versiegelung Karies bildet und erst entdeckt wird, wenn der Zahn schon größenteils zerstört wurde. Im Anfangsstadium schmerzt Karies noch nicht und der Betroffene hat auch keine anderen Symptome. Frühzeitig wird Karies in der Regel durch den Zahnarzt entdeckt, der bei den halbjährlichen Routineuntersuchungen die Härte des Zahnschmelzes testet und nach verdächtigen braunen Stellen sucht. Diese Kontrollmöglichkeit kann naturgemäß unter einer Versiegelung nicht stattfinden, es sei denn, man erneuert diese bei jeder Kontrolle. Wird die Karies nicht entdeckt, entwickelt der Betroffene erst Beschwerden, wenn es schon zu spät ist und auch ein bisschen Aufbohren nichts mehr hilft. Meist können die Patienten auch nicht sagen, welcher Zahn denn nun eigentlich wehtut, so dass so mancher Zahnarzt sehr lange nach der Ursache für die Schmerzen suchen muss – in der Regel kommt man so schnell auch nicht auf den Gedanken, dass es unter der Versiegelung gärt und brodelt. Im Normalfall ist eine Kariesentwicklung unter einer Versiegelung nicht möglich – schließlich hat diese ja den Zweck, kariesverursachende Bakterien möglichst fern zu halten – kommt aber dennoch vor. Entweder wurde bei der Zahnversiegelung nicht gründlich genug gearbeitet, so dass Kariesbakterien nun ungehindert weiterarbeiten konnten oder das Material ist schon älter und damit brüchig geworden. In einem solchen Fall dringen gefährliche Keime ein und beginnen ihr zerstörerisches Werk.

Zahnversiegelung & Zahnpflege

Doch besonders wichtig ist – auch und erst recht bei einer Zahnversiegelung – die regelmäßige und gründliche Zahnpflege. Viele Menschen mit versiegelten Zähnen wähnen sich auf sicherem Boden und vernachlässigen die Pflege ihrer Zähne – oft mit fatalen Folgen. Denn Bakterien können auch von anderen Seiten als der versiegelten in den Zahn eindringen und von dort aus weiterwandern. So verfault der Zahn von innen und ist irgendwann nicht mehr zu retten. Ergo gilt: Eine gründliche Zahnpflege ist auch mit versiegelten Zähnen immens wichtig, denn nur dann greift der Kariesschutz bzw. das um bis zu 15 Prozent verminderte Risiko. Dazu müssen die Zähne gründlich geputzt werden: Es gilt die Regel, immer mit kreisenden Bewegungen von außen nach innen zu putzen. Zuerst reinigt man stets die Kauflächen, anschließend die Innen- und dann erst die Außenflächen der Zähne. Zum Putzen sollte man eine milde, mit Fluorid angereicherte Zahncreme benutzen, da dieser Stoff die Zähne zusätzlich vor Karies schützt. Man kann eine normale Zahnbürste (nicht zu hart) verwenden, als sinnvoller haben sich jedoch elektrische bzw. Ultraschallzahnbürsten erwiesen – diese sind einfach effektiver und man läuft nicht Gefahr, die Zähne zu fest zu putzen. Ein zu festes Aufdrücken der Zahnbürste führt nur zu einem Abrieb des Zahnschmelzes, was wiederum die Gefahr von Karies erhöht. Schließlich sollte man auch nicht vergessen, die Zahnzwischenräume mit Hilfe eines speziellen Reinigers oder Zahnseide von Essensresten zu befreien. Wenn man diese Prozedur etwa zweimal täglich wiederholt und zudem regelmäßig einen Zahnarzt aufsucht, kann eigentlich nichts passieren.

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