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Mundspülungen

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MundspülungenAls Mundwasser oder auch Mundspülung werden antiseptisch wirkende Lösungen bezeichnet, die der Prophylaxe im Mundraum dienen und nützlich sind. Das erste Mundwasser entwickelte Karl August Lingner 1892 in Dresden. Kurz zuvor wurden bakterielle Keime als Ursache für Zahnerkrankungen entdeckt. Lingner vertrieb seine Mundspülung unter dem Markennamen Odol, welches auch heute noch eine erfolgreiche Produktlinie darstellt. Dank erfolgreicher Verkaufsstrategien war das Produkt lange Zeit nahezu konkurrenzlos auf dem Markt. Heute existieren zahlreiche Angebote. Im Allgemeinen bezeichnen Mundspülung und Mundwasser ein und dasselbe. Eine Unterscheidung erfolgt dadurch, dass Mundwässer eher im kosmetischen Bereich angesiedelt sind, während Mundspülungen medizinische Produkte sind. Die medizinischen Produkte werden für gewöhnlich unverdünnt benutzt, während die kosmetischen Mundduschen häufig als Konzentrate erhältlich sind und dadurch noch vom Nutzer vor jeder Anwendung mit Wasser verdünnt werden müssen.

Ziel von Mundspülungen

Die Durchführung von Mundspülungen haben das primäre Ziel die zahnmedizinische Prävention zu unterstützen, welche die Entstehung von Krankheiten im Mundraum und an den Zähnen verhindern soll. Sofern das Mundwasser antibakterielle wirkt, werden Bakterien abgetötet, welche Milchsäure produzieren, die den Zahnschmelz zerstören oder das Zahnfleisch angreifen können. Ebenfalls soll Zahnfleischbluten, welches beim Zähneputzen aufkommt, eingedämmt werden. Des Weiteren werden durch die Spülung Essensreste in den Zahnzwischenräumen entfernt, sodass dieses noch einen positiven optischen Effekt hervorbringt.

Häufig werden Mundspülungen auch bei frischen Zungenpiercings zur Desinfektion durchgeführt. Dieses soll einer Entzündung vorbeugen und den Heilungsprozess beschleunigen.

Vorteile

Die Benutzung von Mundspülungen bietet dem Verwender einige Vorteile. Nicht nur Speisereste und Plaque werden entfernt, sondern auch Karies, Parodontitis und anderen Erkrankungen in der Mundhöhle sowie Mundgeruch wird vorgebeugt. Bakterien werden abgetötet und können dadurch keinen Schaden mehr anrichten. Des Weiteren können diverse enthaltene Kräuter die Durchblutung fördern. Eine gute Durchblutung bewirkt, dass sauerstoffreiches Blut besser zugeführt wird. Dieser Umstand macht das Zahnfleisch widerstandsfähiger gegen Bakterien. Zeitgleich können Inhaltsstoffe wie Allantoin, Vitamin A und spezielle Kräuter beruhigend wirken und dadurch Reizungen lindern. Letztendlich verhilft die Verwendung von Mundspülungen zu schöneren und gesünderen Zähnen. Und solche Zähne bewirken ein gewinnenderes und glänzendes Lächeln, welches unter Umständen Tor und Tür öffnen kann. Zeitgleich bietet eine gereinigte Mundhöhle ein angenehmes Gefühl, welches wiederum zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt.

Zusammensetzung von Mundspülungen

Mundspülungen können in zwei verschiedenen Gruppen unterteilt werden, in kosmetische und medizinische. Die einzelnen Zusammensetzungen variieren von Produkt zu Produkt dabei sehr stark. Während kosmetische Mundwasser für gewöhnlich Inhaltsstoffe wie z. B. Wasser, Propandiol, Ethanol, Aromastoffe, Sorbitanester, Aloe vera, ätherische Öle, Salbei, Kamille, Minze, Natrium-Saccharin beinhalten, werden medizinischen Mundspülungen oftmals noch Stoffe wie z. B. Chlorhexidin oder Cetylpyridiniumchlorid beigemengt. Diese sollen die Vorbeugung und Behandlung von Parodontitis und Gingivitis unterstützen. Oftmals befinden sich auch zusätzliche Fluoride in der Lösung, welche den Zahnschmelz härten sollen. Zeitgleich ist den meisten Mundspülungen Alkohol in einer Menge von bis zu 30 % beigemischt. Dieser soll der Desinfektion und Konservierung dienen.

Speziell für Kinder existieren aber auch alkoholfreie Produkte, welche teilweise auch von Erwachsenen benutzt werden können. Die unterschiedlichen Zusammensetzungen sollen jeweils eine andere Wirkung erzielen. Die Aromastoffe und ätherischen Öle sollen beispielsweise für Atemfrische sorgen, Fluorid dient der Kariesvorbeugung und Kamille wirkt beruhigend auf das Zahnfleisch. Medizinische Mundwässer, welche mit antibakteriellen Stoffen wie z. B. Chlorhexidin versetzt sind, die die Behandlung von Parodontitis unterstützen und Heilungsprozesse im Mundraum, beispielsweise nach Operationen, fördern, sind für gewöhnlich apothekenpflichtig.

Tipps zur Anwendung von Mundspülung

Die Anwendung von Mundspülungen erfolgt indem man eine bestimmte Menge des Produkts, je nach Anweisung verdünnt oder unverdünnt, im Mund- und Rachenraum kräftig durchspült. Bei diesem Vorgang werden auch Bereiche der Mundhöhle erreicht, wo eine Zahnbürste beispielsweise nicht hingelangt. Da Mundspülungen einmal als Konzentrat und als fertige Lösung erhältlich sind, ist es unter Umständen nötig, das Konzentrat nach Herstellerangaben noch mit Wasser zu vermischen. Die zu vermischende Menge besteht häufig nur aus ein paar Tropfen. Bei fertigen Lösungen dient die Verschlusskappe führ gewöhnlich als Dosierungsgefäß. Als Alternative kann ein Mundwasser auch in Form eines Sprays benutzt werden. Die Mundspülung wird für gewöhnlich etwa eine halbe Minute lang vollzogen. Ist die Spülung beendet wird die Flüssigkeit ausgespuckt und nicht hinuntergeschluckt. Die Häufigkeit der Anwendung richtet sich nach dem Produkt. Während kosmetische Mundwasser täglich angewendet werden können, sollte bei medizinischen die Angaben des Apotheker bzw. der Packungsbeilage beachtet werden. Als Zeitpunkt für die tägliche Mundspülung eignet sich am besten der Abend, da die Wirkung sich voll entfalten kann und nicht mehr durch die Einnahme von Trinken oder Essen gestört wird.

Welches Mundwasser verwendet wird, liegt im individuellen Bedarf, da die verschiedenen Lösungen unterschiedliche Wirkungen erzielen wollen. Des Weiteren spielt der eigene Geschmackssinn und Verträglichkeit bei der Auswahl eine große Rolle. Teileweise wird eine Lösung aber auch vom Arzt als Medikament verordnet. In diesem Fall ist der Anordnung des Mediziners Folge zu leisten.

Was ist im Rahmen einer Mundspülung zu beachten?

Der Gedanke ausschließlich mit einer Mundspülung für ausreichende Hygiene in der Mundhöhle sorgen zu können ist bisher völlig abwegig. Die Benutzung von Mundwasser unterstützt lediglich die tägliche Reinigung mit der Zahnbürste. Eine Munddusche allein bietet keinen hinreichenden Schutz vor Erkrankungen der Zähne, Zahnfleisch usw. Mundwasser sind meistens Konzentrate, die noch mit Wasser verdünnt werden müssen. Ebenso sind bei kosmetischen Produkten selten prophylaktische Wirkungen, wie der Karies- und Paradontitisvorbeugung, zu erwarten. Sie bewirken meisten lediglich frischen Atem. Mundspülungen hingegen sind häufig medizinische Produkte, welche als fertige Lösung gleich verwendet werden können und ein Schutz vor z. B. Karies und Parodontitis bewirken, indem sie Plaque-Bildung verhindern und Bakterien abtöten.

Des Weiteren sollten die Inhaltsstoffe genau beachtet werden. Da die möglichen Zusammensetzungen sehr vielseitig sind, sollte aufgrund von evtl. Unverträglichkeiten und Empfindlichkeiten genau hingeschaut werden. Zeitgleich werden manche Mundwässer von einigen als „scharf“ wahrgenommen, was ein sehr unangenehmes Gefühl hinterlassen kann. Ebenso sollte man sich im Vorfeld klar sein, welche Wirkung erzielt werden soll. Wenn man beispielsweise eine Mundspülung möchte, welche auch der Plaque-Bildung vorbeugt, müssen Anti-Plaque-Inhaltsstoffe beigefügt sein, für eine beruhigende Wirkung eignet sich Kamille. Zusätzlich sollte auf den Alkoholgehalt geachtet werden. Für die Verwendung in der ganzen Familie inklusive Kindern, sollte auf eine alkoholfreie Lösung zurückgegriffen werden. Ebenso für trockene Alkoholiker eignen sich keine, die mit Alkohol versehen sind. Hierbei können vor allem dann Probleme auftreten, wenn eine große Menge des Mundwassers verschluckt wurde. Wer sicher gehen möchte, die beste Mundspülung für seine individuellen Bedürfnisse zu benutzen, sollte sich den Rat des Zahnarztes oder Zahnhygieneexperten einholen.

Risiken & Nebenwirkungen

Das größte Risiko besteht im Alkoholgehalt der Lösungen. Dieser kann bis zu 30 % betragen. Zeitgleich kann eine sofortige Mundspülung ohne Fluorid nach dem Verzehr von säurehaltigen Speisen wie z. B. Äpfel, Säfte usw. den Zahnschmelz abbauen, da dieser durch die Säure leicht angegriffen ist. Insbesondere die Verwendung einer Zahnbürste sollte erst später erfolgen. Des Weiteren ist zu beachten, dass manche Inhaltsstoffe der Mundspülungen Zahnfleischentzündungen nicht abheilen lassen können, aber ihre Symptome lindern. Daher rührt die Gefahr, dass man fälschlicherweise diese Probleme als geheilt betrachtet, obwohl diese nur übertüncht worden sind. Insbesondere der Inhaltsstoff Chlorhexidin, welcher häufig in medizinischen Mundspülungen vorkommt, kann bräunliche Verfärbungen der Zähne und der Zunge zum Vorschein bringen. Diese können allerdings auch wieder entfernt werden. Was allerdings nicht behoben werden kann, ist die nachhaltige Zahnschmelzschädigung bei zu langer oder sehr intensiver Anwendung. Ebenfalls kann eine ausgeprägte Schädigung des Zahnschmelzes aufkommen bei zu intensiver Nutzung von Produkten mit beigesetztem Fluorid, besonders in Zusammenspiel mit anderen fluoridhaltigen Pflegeprodukten. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass auf die unterschiedlichen Kräuter und ätherischen Öle allergische Reaktionen auftreten. Daher sollte unbedingt auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Allergische Reaktionen können im schlimmsten Fall zum Tod führen. Der Nutzer von Mundspülungen sollte die Lösungen nicht regelmäßig verschlucken, da die verschiedenen Inhaltsstoffe Magenschäden verursachen können. Die Erneuerung der Magenschleimhaut kann beeinträchtigt werden und zu Magenblutungen führen.

Alternativen zu Mundspülungen

Neben herkömmlichen flüssigen Mundspülungen können auch Mundsprays angewendet werden. Diese werden dann in den Mund gesprüht und nicht wieder ausgespuckt. Obwohl eine täglich angewandte anti-bakterielle Lösung effektivere Ergebnisse einbringt, können alternativ auch Zahnseide, Zahnhölzchen oder Zwischenraumbürsten, sogenannte Interdentalbürsten verwendet werden. Eine Kombination mit einer Mundspülung ist ebenfalls möglich. Bei der Nutzung von Zahnseide und Zahnhölzchen kann es allerdings häufiger zu kleinen Verletzungen des Zahnfleisches kommen. Insbesondere Anfängern und wenig geübten Händen passieren des Öfteren solche Malheurs. Eine natürliche Alternative zur chemischen Variante wäre die Durchführung einer Ölspülung. Diese ist nebenwirkungsfrei und wirkt sich positiv auf die Zahngesundheit aus bei regelmäßiger Anwendung. Dazu platziert man einen Esslöffel Sonnenblumenöl in den Mund und schiebt es mit Hilfe der Wangen und Zunge zwischen die Zähne. Die ganze Prozedur sollte etwa 15 Minuten durchgeführt werden. Dieses Gemisch sollte im Nachhinein nicht heruntergeschluckt werden, da die Flüssigkeit aus Speichel, Öl und Speiseresten ebenso Bakterien und Zerfallsstoffe enthält. Letztendlich ist die sicherste und schnellste Form der Mundhygiene, zuzüglich zur Verwendung einer Zahnbürste, die Benutzung von chemischen Mundspülungen. Dabei ist zu beachten, dass die meisten lediglich für frischen Atem sorgen und keine prophylaktische Wirkung aufzeigen. Fast ausschließlich medizinische Produkte können Bakterien abtöten und Plaque effektiv vorbeugen. Im Gegensatz zur Zahnseide besteht keine Gefahr von selbst herbeigeführte Zahnfleischverletzungen und Parodontose und Zahnbelag werden effektiver beseitigt.

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