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Zahnkronen

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ZahnkronenDer Begriff der Zahnkrone hat im deutschen Sprachgebrauch zwei Verwendungen. Zum einen wird er für die natürliche Zahnkrone verwendet, zum anderen für die künstliche, im Labor hergestellte Zahnkrone. Als natürliche Krone wird der sichtbare Teil des Zahnes bezeichnet, also der Zahnteil, der nicht vom Zahnfleisch bedeckt ist. Die natürliche Zahnkrone besteht aus dem Zahnbein, auch Dentin genannt und dem Zahnschmelz. Die Zahnkrone wird durch die Zahnwurzel im Kieferknochen verankert. Das Dentin macht den Hauptanteil der natürlichen Krone aus. Es besteht aus einem sehr harten Gewebe, welches Knochengewebe ähnelt. Das Zahnbein ist vom Zahnschmelz ummantelt. Beim Zahnschmelz handelt es sich um die härteste Substanz, welche im menschlichen Körper vorkommt. Er besteht fast ausschließlich aus Mineralsalzen. Durch Abnutzung oder Karies zerstörter Zahnschmelz kann sich nicht neu bilden und ist unwiderruflich verloren. Ist der Zerstörungsgrad der natürlichen Krone weit vorangeschritten, so ist der Ersatz mit einer künstlichen Krone aus Edelmetalllegierungen oder Keramik möglich. Die Lebensdauer einer Krone ist abhängig von der auf sie wirkenden Abrasion und dem verwendeten Material, sowie den persönlichen Gegebenheiten. Sie beträgt in etwa zwischen fünf und fünfzehn Jahren. Eine gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt tragen zu einer langlebigen Versorgung bei.

Herstellung und Einbringen einer Krone

Für die Anfertigung einer künstlichen Krone muss zunächst die natürliche Zahnkrone präpariert werden. Hierbei wird die Krone rundherum bis unter den Zahnfleischsaum abgeschliffen. Hierbei ist darauf zu achten, dass alle kariösen Stellen restlos entfernt werden, da sich der Karies andernfalls unter der künstlichen Krone weiter ausbreiten kann. Der so entstandene Zahnstumpf wird mit einer Masse aus Silikon oder Hydrokolloid abgeformt. Der Zahntechniker fertigt aus dieser Abformung ein Arbeitsmodell, auf dem er im Labor die künstliche Zahnkrone aufbauen kann. Dies garantiert eine perfekte Passform und einen guten Sitz der Krone auf dem Zahnstumpf. Wenn noch eine ausreichende Menge der natürlichen Zahnhartsubstanz vorhanden ist, können vorhandene Defekte vor der Überkronung mit einer Aufbaufüllung ausgeglichen werden. Ist die Zerstörung der Zahnhartsubstanz jedoch zu weit fortgeschritten, so können künstliche Kronen auch auf Wurzelstiftaufbauten oder Zahnimplantaten befestigt werden. Bei einem devitalen Zahn wird hierzu ein Stift in den Wurzelkanal eingearbeitet und verankert. Dieser trägt die spätere Kronenversorgung mit. Ist der Zahn nicht erhaltungswürdig und muss entfernt werden oder ist durch einen Unfall verloren gegangen, stellt sich häufig die Frage, wie die entstandene Einzelzahnlücke versorgt werden kann. Eine schonende Alternative zur Versorgung mit einem Kronen-Brücken-Aufbau stellt das Einbringen eines Implantats mit anschließender Kronenversorgung dar. Die noch vorhandenen, gesunden Nachbarzähne müssen bei diesem Zahnersatz im Gegensatz zur Versorgung mit einer Brücke nicht beschädigt werden. Der Zahnstumpf wird durch ein in der Zahnarztpraxis angefertigtes Provisorium bedeckt, bis die endgültige Versorgung mit der laborgefertigten Krone erfolgen kann. Diese temporäre Versorgung wird in der Regel aus Acryl hergestellt und dient zum Schutz des Zahnstumpfes und zur Vermeidung von Verletzungen durch den Zahnstumpf. Für die Dauer der provisorischen Versorgung sollten sowohl klebrige als auch besonders harte Lebensmittel gemieden werden, da diese die temporäre Krone abziehen oder beschädigen könnten. Die endgültige künstliche Krone wird vor der Befestigung eingepasst und gegebenenfalls beschliffen. Wenn ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht wurde, wird die Krone mit Befestigungszement endgültig eingebracht. Durch die heute standardmäßig zur Anwendung kommenden hochmodernen Herstellungs- und Verarbeitungstechniken ist die Herstellung von passgenauen Kronen möglich. Diese ermöglichen, dass der zerstörte Zahn seine Funktionalität zurück erhält. Hierbei wird darauf geachtet, dass die Krone sich harmonisch in das vorhandene Restzahngebiss einfügt und vom Patienten nicht als Fremdkörper empfunden wird. Durch die farbliche Anpassung der Verblendschicht an die natürliche Zahnfarbe des Patienten wird ein gutes ästhetisches Ergebnis erreicht. Eine künstliche Zahnkrone erfüllt damit sowohl die funktionellen Ansprüche als auch die kosmetischen Bedürfnisse.

Indikationen für Einzelkronen

Einzelkronen werden in der Regel eingegliedert um einem durch Karies zerstörten Zahn seine Funktionalität zurück zu geben. Bei extremen Abweichungen von Form oder Stellung eines Zahnes ist eine Korrektur zur Herstellung der Funktionalität angezeigt. Auch zur ästhetischen Korrektur können einzelne Zähne überkront werden. Darüber hinaus werden Einzelkronen für das Einbringen von Halteelementen, wie beispielsweise Klammern, zur Fixierung von Teilprothesen verwendet. Eine besondere Kronenform sind Teleskopkronen. Diese Kronen bestehen aus einem festsitzenden Teil, der im Mund des Patienten verankert wird und einem herausnehmbaren Teil, der als Pfeiler zur Fixierung eines herausnehmbaren Zahnersatzes verwendet wird.

Verschiedene Arten von künstlichen Kronen

Künstliche Kronen können aus den unterschiedlichsten Materialen gefertigt werden. Eine weit verbreitete Herstellungsart ist die metallbasierte Krone. Diese kann sowohl als Vollgusskrone oder auch als teil- oder vollverblendete Krone angefertigt werden. Daneben findet man noch Vollkeramik-Kronen und Galvano-Kronen.

Zahnkronen aus Metall

Neben der Verwendung einer Goldlegierung kann zur Herstellung auch eine edelmetallfreie Legierung oder Titan verwendet werden. Bei diesen Materialien sind die Herstellungskosten geringer. Bei den goldreduzierten Legierungen wird der Goldanteil durch die Beimischung anderer Metalle vermindert. Hierfür werden beispielsweise Palladium, Nickel oder Chrom verwendet. Der Vorteil einer solchen Krone liegt in der kostengünstigeren Herstellung, es muss jedoch beachtet werden, dass es bei Verwendung von goldreduzierten Legierungen häufiger zu allergischen Reaktionen und zu Verfärbungen an der Mundschleimhaut kommen kann. Als kostengünstige Alternative zur Goldlegierung ist daher zumeist die Verwendung von Nichtedelmetalllegierungen und Titan besser geeignet. Für Allergiker ist die Benutzung von bioverträglichen Werkstoffen unerlässlich. Hier kommen insbesondere Gold, Keramik, Titan und einige Kunststoffe in Frage. Welcher Werkstoff für den jeweiligen Patienten und die geplante Versorgung der Beste ist, kann nur im Einzelfall vom behandelnden Zahnarzt anhand des erhobenen Befunds und unter Berücksichtigung aller maßgeblichen Faktoren entschieden werden.

Verblendung der metallbasierten Kronen

Bei teilverblendeten oder vollverblendeten Kronen wird die metallbasierte Krone mit einem Verblendkunststoff oder einer Keramikschicht überzogen. Der hierzu verwendete Kunststoff ist eine Kompositmischung, welche keramische Anteile enthält. Bei der Verblendung mit Keramik wird das Material bei Temperaturen von 800 – 900 Grad Celsius auf die Metallbasis aufgebrannt, was die Herstellung aufwendiger macht als die Verwendung von Verblendkunststoff. Der Vorteil der Verblendung mit Keramik gegenüber der Kunststoffverblendung liegt in einem besseren ästhetischen Ergebnis, da eine höhere Farbstabilität gegeben ist. Außerdem sind keramikverblendete Kronen härter und die natürliche Abrasion wird vermindert. Unter Abrasion versteht man das Abschleifen der Zähne beziehungsweise der Krone beim Kauen. Bei der Herstellung ist eine besondere Sorgfalt und Genauigkeit nötig, damit die Krone exakt in das Restzahngebiss passt. Andernfalls kann die Härte und Abrasionsstabilität der keramikverblendeten Krone zum Nachteil werden, weil die der Krone gegenüberliegenden Zähne, die sogenannten Antagonisten übermäßig abgeschliffen werden. Dies kann zu Kiefergelenksbeschwerden führen.

Vollkeramik-Kronen

Eine Alternative zu den metallbasierten Kronen stellen die Vollkeramik-Kronen dar. Diese Kronen haben anstelle der Metallbasis einen Kern aus Keramik. Dieser Keramikkern wird dann durch individuelle Charakterisierung mit Schicht- und Maltechnik an die natürlichen Gegebenheiten angepasst und ist daher selbst für Zahnärzte auf den ersten Blick oft nicht von einem natürlichen Zahn zu unterscheiden. Der Kern wird entweder aus einem Keramikblock gefräst oder aus flüssiger Keramik gepresst. Die Vollkeramik-Kronen liefern besonders ansprechende ästhetische Ergebnisse und sind zudem bioverträglich. Das bedeutet, dass der Werkstoff keine allergischen oder toxischen Reaktionen hervorruft. Eine ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung für Vollkeramik-Krone ist Jacketkrone. Für das Einbringen einer Vollkeramik-Krone muss der natürliche Zahn besonders stark abgeschliffen werden.

Vollgusskronen

Vollgusskronen sind aus Gold-Legierungen oder Metall-Legierungen hergestellte Kronen. Für Vollgusskronen muss deutlich weniger Material des natürlichen Zahnes abgeschliffen werden. Die Abrasion der Antagonisten ist bei Vollgusskronen gering und auch die Krone selbst nutzt nur langsam ab. Vollgusskronen sind sehr stabil und langlebig. Wegen ihrer Farbe empfinden viele Patienten das ästhetische Ergebnis jedoch als unbefriedigend und entscheiden sich aus kosmetischen Gründen für einen zahnfarbenen Ersatz. Für den nicht sichtbaren, hinteren Backenzahnbereich sind Vollgusskronen jedoch eine gute Alternative.

Galvano-Gold-Kronen

Eine hohe Ästhetik und gute Verträglichkeit ist auch bei Galvano-Gold-Kronen gegeben. Bei dieser Kronenart wird ein dünnes Käppchen aus reinem hochwertigem Gold gefertigt und im Anschluss mit einer zahnfarbenen Verblendung versehen. Diese Form der Kronen überzeugt auch durch eine hohe Passgenauigkeit. Bei der Herstellung muss sehr exakt gearbeitet werden, da bei Galvanokronen häufiger Verarbeitungsfehler auftreten, die die Krone unbrauchbar machen können.

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