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Wurzelspitzenresektion

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WurzelspitzenresektionDie Wurzelspitzenresektion, kurz WSR oder Apektomie genannt, ist die operative Entfernung der Wurzelspitze des betroffenen Zahnes. Dieser kann durch den Eingriff noch einige Jahre erhalten werden. Entzündungen oder andere Indikationen im Wurzelbereich des Zahnes erfordern zunächst eine Wurzelbehandlung. Dabei werden Medikamente durch das Wurzelkanalsystem hindurch in die Wurzelspitze eingelegt und der Heilungsprozess abgewartet. Bringt diese Methode nicht den gewünschten Erfolg oder verhindern ungeeignete Wurzelkanäle die Vorgehensweise, wird eine Wurzelspitzenresektion nötig, um größere Schäden zu vermeiden. Allerdings können sich auch nach einer erfolgreichen Wurzelbehandlung Entzündungen oder Zysten bilden.

Zahnchirurgisches Vorgehen

Anhand des Röntgenbefundes wird schmerzfrei unter örtlicher Betäubung das Zahnfleisch vom Kiefer gelöst und die Wurzelspitze freigelegt. Das entzündete Gewebe wird entfernt und die Wurzelspitze entsprechend gekürzt und abgedichtet. Anschließend wird die Wunde vernäht. Nach einer Woche können die Fäden entfernt werden. Die Erfolgsaussichten zur Erhaltung des Zahnes sind mit den Möglichkeiten der heutigen Zahnchirurgie sehr hoch.

Operationsrisiken

Nach dem Eingriff können Schmerzen und Schwellungen auftreten, die aber im Normalfall nach drei Tagen abklingen. Eventuell kann das Öffnen des Mundes Beschwerden verursachen. Seltener treten Blutungen auf. Die Stabilität des operierten Zahnes wird aufgrund der gekürzten Wurzel verringert. Nachbarzähne können unter Umständen beschädigt werden oder ausfallen, wenn sie schon zuvor locker waren. Vermieden werden sollte die Wurzelspitzenresektion, wenn dabei ein Nerv verletzt werden könnte. Dies hätte Taubheitsgefühle z. B. der Lippe zufolge. Verletzungen des Gesichtsnerves führen zu dauerhaften Lähmungen. Schließlich besteht die Gefahr der Eröffnung der Kieferhöhle. Gegen eine Wurzelspitzenresektion sprechen weitere Gründe. Hat der Patient schwerwiegende Herz- und Kreislauferkrankungen, ist davon Abstand zu nehmen. Das gilt auch, wenn der Patient gegen einen Erhalt des Zahnes ist oder Zahn und Zahnwurzel nicht erhaltungswürdig sind.

Alternativen

Die Wurzelspitzenresektion sollte immer die letzte Wahl der Behandlung sein. Nur wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind, ist sie angebracht. Erste Maßnahmen sind Austausch und Erneuerung eventuell vorhandener Wurzelfüllungen. Allerletzte Alternative ist das Ziehen des problematischen Zahnes. Die entstehende Lücke kann mit einem Implantat geschlossen werden.

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