Bei Veneers handelt es sich um Verblendschalen für die Zähne aus Keramik. Der Begriff Veneers stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie Furnier oder Abdeckung. Die Anwendung von Veneers hat in erster Linie eine kosmetische Bedeutung, eine medizinische Notwendigkeit besteht nur sehr selten. Neben dem Keramik können die Veneers auch aus Kunststoff oder aus Kompositen hergestellt werden.
Die Anwendungsbereiche von Veneers sind recht vielfältig, wobei diese fast immer entweder an den Schneidezähnen oder den Eckzähnen angebracht werden. Veneers dienen zur Schließung von Zahnlücken, zur Abdeckung von Verfärbungen des Zahnes, zur Korrektur von schiefen Zähnen oder zum Verdecken von Amalgamfüllungen und auch dazu, abgebrochene Ecken von Zähnen zu ersetzen. Generell gelten Veneers als relativ langlebig und müssen nur selten erneuert werden.
Das Anbringen der Veneers
Die Veneers werden vom Zahnarzt angebracht, wobei sich die Vorgehensweise nach dem Material (Keramik, Kunststoff oder Kompositen) richtet. Handelt es sich bei den Verblendschalen um Kunststoff oder Keramik, so werden diese bereits im Dentallabor angefertigt und später vom Zahnarzt nur noch angeklebt, während Veneers aus Kompositen während der Behandlung an den jeweiligen Zahn angepasst werden.
Die Grundlage für den Aufsatz des Veneers auf den Zahn ist in jedem Fall, dass der Zahnarzt zunächst ca. 0,3 bis zu 0,8 mm des natürlichen Zahnschmelzes durch Abschleifen abtragen muss. Nach dem Abschleifen des Zahnes nimmt der Zahnarzt einen Abdruck vom Zahn.
Anschließend wird der Zahnschmelz nach der ersten Anprobe des Veneers angeätzt und das Veneers noch nachträglich behandelt, damit sich der Kleber anschließend optimal mit der Zahnsubstanz verbinden kann. Im letzten Schritt wird dann das Veneers mit dem Zahn verklebt. Die gesamte Behandlung dauert in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten pro Zahn.