Eine Zahnaufhellung kann für großen Erfolg im Privat- und Berufsleben sorgen. Ein strahlendes Lächeln mit weißen Zähnen sorgt immer für einen sympathischen Eindruck. Dieser Eindruck kann im Privatleben hilfreich sein, um neue Beziehungen einzugehen oder um neue Freundschaften zu knüpfen. Im Berufsleben steht zwar in der Regel die fachliche Qualifikation im Vordergrund, dennoch hilft auch hier ein sympathischer Eindruck durch ein strahlendes Lächeln. Insbesondere beim Kundenkontakt ist ein sympathisches Auftreten sehr wichtig.
Der Ausdruck Bleaching heißt übersetzt Bleichen und wird ebenfalls für die Maßnahmen zur Zahnaufhellung eingesetzt. Es gibt viele verschiedene Methoden, das Bleaching durchzuführen. Wer ein Bleaching durchführen lassen will, sollte sich zunächst entscheiden, ob er ein Home-Bleaching oder ein In-Office-Bleaching durchführen lassen möchte. Die Behandlung für das In-Office-Bleaching wird in einer Zahnarztpraxis durchgeführt. Das Home-Bleaching bezeichnet hingegen die selbstständige Anwendung zu Hause. Die Entscheidung darüber, ob man Home-Bleaching oder In-Office Bleaching wählt, ist sehr wichtig, da sich daraus große Unterschiede in der Behandlungsdauer und in der Wirksamkeit ergeben. Auch der Preis der Behandlung wird sehr stark durch diese Wahl beeinflusst. Dieser Artikel stellt das In-Office-Bleaching vor und erläutert die genaue Vorgehensweise bei dieser Methode. Außerdem werden die Vor- und Nachteile gegenüber dem Home-Bleaching vorgestellt. Der Artikel soll dabei helfen, die richtige Behandlungsform für die Zahnaufhellung zu finden.
Bleaching Gel enthält den Wirkstoff für die Zahnaufhellung
Für das In-Office-Bleaching wird in der Regel ein Bleaching Gel verwendet. Bevor der Ablauf der Behandlung beschrieben wird, soll kurz die Wirkungsweise dieses Gels vorgestellt werden, um die einzelnen Schritte der Behandlung besser verstehen zu können.
Das Bleaching ist ein chemischer Prozess. Dies ist die einzige Möglichkeit, die Verfärbungen zu beseitigen. Dies liegt daran, dass die Verfärbungen in den Zahn eingedrungen sind und so ein Bestandteil des Zahns selbst geworden sind. Daher ist eine mechanische Entfernung nicht möglich, da so auch Teile des Zahns entfernt werden müssten. Daher wird eine chemische Methode gewählt. Der Wirkstoff dringt in die Zähne ein und reagiert hier mit den Verfärbungen. Das Gel, das der Zahnarzt verwendet, enthält fast immer Wasserstoffperoxid als Wirkstoff. Es gibt zwar noch andere Möglichkeiten, die Zähne zu bleichen, jedoch werden diese beim In-Office-Bleaching nur selten verwendet. Die chemische Formel für Wasserstoffperoxid ist H2O2. Das bedeutet, dass dieser Stoff aus zwei Wasserstoff- und zwei Sauerstoffatomen besteht. Diese Verbindung ist instabil und sie zerfällt in ein Wassermolekül (H2O) und ein Sauerstoffatom (O). Dieses Sauerstoffatom unterscheidet sich stark vom gewöhnlichen Luftsauerstoff. In der Luft kommt der Sauerstoff in molekularer Form vor (O2). Dieses Molekül ist stabil und verbindet sich nur in speziellen Fällen mit anderen Stoffen, wie zum Beispiel bei einer Verbrennung oder bei der Atmung. Das einzelne Sauerstoffatom hingegen ist sehr instabil und benötigt andere Moleküle, um eine stabile Verbindung einzugehen. Daher greift es andere Verbindungen an und vereinigt sich mit diesen.
Diese Eigenschaft wird für das Bleaching genutzt. Der Aktivsauerstoff dringt in die Zähne ein und verbindet sich dort mit den Verbindungen, aus denen die Verfärbungen bestehen. Dabei entsteht eine neue chemische Verbindung, die farblos ist. So werden die Verfärbungen unsichtbar und der Patient erhält strahlend weiße Zähne.
In-Office-Bleaching Ablauf
Der erste Schritt, um ein In-Office-Bleaching durchführen zu lassen, ist ein Beratungsgespräch. Dieses kann oftmals im Rahmen eines normalen Kontrolltermins stattfinden. Der Zahnarzt überprüft bei diesem Gespräch, ob die Verfärbungen durch eine Zahnaufhellung beseitigt werden können. Dies ist notwendig, da man nicht alle Verfärbungen durch das Bleaching behandeln kann. Wenn sich ein Zahn beispielsweise durch eine abgestorbene Zahnwurzel grau färbt, hat das Bleaching keinen Effekt auf die Farbe des Zahns. Damit die Behandlung einen positiven Effekt erzielt, ist es wichtig, diese Details vor der Durchführung zu überprüfen.
Der nächste Schritt ist in vielen Fällen die Durchführung einer professionellen Zahnreinigung. Diese ist für den Erfolg des Bleachings sehr wichtig und sollte nur dann weggelassen werden, wenn sie erst kurze Zeit vorher durchgeführt wurde. Die Zahnreinigung verbessert zum einen die Zahnhygiene und beugt so Erkrankungen und unangenehmen Zahnbehandlungen vor. Doch gerade im Bereich der Zahnaufhellung spielt sie eine besonders große Rolle. Zum einen können solche Ablagerungen ebenfalls für bräunliche Zähne sorgen. Selbst wenn die Zähne selbst strahlend weiß sind, kann eine solche Verunreinigung den Effekt zerstören. Außerdem können solche Ablagerungen auch die Wirkung der Behandlung beeinträchtigen. Da sie fest auf den Zähnen sitzen, kann der Wirkstoff so nicht in die Zähne eindringen und die Zähne werden daher nicht aufgehellt.
Für die Behandlung selbst muss schließlich ein separater Termin ausgemacht werden. Wenn der Kunde das Bleaching in der Zahnarztpraxis durchführen lässt, muss der Zahnarzt zunächst bestimmte Schutzmaßnahmen durchführen. Dies ist notwendig, da das Bleaching Gel stark ätzend wirkt. Daher darf es nicht in Kontakt zu den Lippen, den Wangen, der Zunge oder zum Zahnfleisch geraten. Wie bereits beschrieben, hat der Aktivsauerstoff ein starkes Bestreben, sich mit anderen Stoffen zu verbinden. Wenn er mit diesen Teilen des Mundes in Berührung kommt, greift er das Gewebe an und verletzt es. Um den Kontakt zu vermeiden, verwendet der Zahnarzt ein ovales Plastikstück, das Wangenhalter genannt wird. Dieses wird in den Mund eingesetzt und drückt die Wangen und Lippen nach außen und die Zunge nach unten. So wird vermieden, dass diese Bereiche des Mundes in Kontakt zum Bleaching Gel geraten.
Auch das Zahnfleisch muss vor dem Kontakt mit dem Bleaching Gel geschützt werden. Dafür kann der Zahnarzt aus zwei Möglichkeiten wählen. Die erste Möglichkeit ist die Verwendung eines Speziallacks. Dieser wird auf das Zahnfleisch aufgetragen und härtet hier aus. Der Lack bildet eine feste Schutzschicht, die das Bleaching Gel nicht durchdringen kann. Das Auftragen des Lacks ist zwar schnell und einfach, jedoch muss er einige Zeit trocknen, sodass hierdurch eine Wartezeit entsteht. Die zweite Möglichkeit, das Zahnfleisch zu schützen, ist die Verwendung einer Spezialfolie. Diese muss das Zahnfleisch gut abdecken. Hier wird zwar etwas mehr Zeit benötigt, um den Zahnfleischschutz anzubringen, jedoch kann danach ohne Wartezeit mit der Behandlung begonnen werden.
Im nächsten Schritt muss schließlich das Bleaching Gel aufgetragen werden. Obwohl der Mund gut vor einem Kontakt mit dem ätzenden Gel geschützt ist, muss beim Auftragen des Gels mit viel Vorsicht vorgegangen werden. Denn ein versehentlicher Kontakt mit den Schleimhäuten des Mundes kann schmerzhafte Verletzungen hervorrufen. Das Gel muss die Zähne gut abdecken und insbesondere auch in den Zahnzwischenräumen aufgetragen werden, da hier besonders häufig Verfärbungen auftreten.
In den meisten Fällen wird für das In-Office-Bleaching ein Laser verwendet. Wie bereits erläutert, setzt das Wasserstoffperoxid im Bleaching Gel Aktivsauerstoff frei. Dieser Prozess findet zwar automatisch statt, doch geht er sehr langsam vonstatten. Um den Prozess zu beschleunigen, kann dem Wasserstoffperoxid Energie zugeführt werden. In der praktischen Anwendung empfiehlt sich die Verwendung von Lichtenergie, da diese sehr zielgerichtet eingesetzt werden kann und außerdem auch kaum Verletzungspotenzial bietet. Bereits für das Home-Bleaching werden daher Bleaching-Lampen angeboten, mit denen der Zerfall des Wasserstoffperoxids beschleunigt werden kann. Deutlich effektiver hingegen ist die Verwendung eines Lasers. Da dieser jedoch für die Heimanwendung eine zu hohe Investition darstellt, wird der Laser fast ausschließlich in der Zahnarztpraxis verwendet. Außerdem ist auch ein sachgerechter Umgang mit dem Laser notwendig, da sonst das Zahnfleisch verletzt werden kann. Wenn der Zahnarzt einen Laser verwendet, muss er damit jeden Zahn nur etwa 30 Sekunden anstrahlen. Diese kurze Zeit reicht bereits für eine starke Aufhellung aus. Die gesamte Behandlungszeit dauert so nur etwa eine halbe Stunde. Durch den Laser wird jedoch nicht nur die Behandlungszeit verkürzt. Da so innerhalb kürzester Zeit sehr viel Aktivsauerstoff entsteht, kann dieser auch tiefer in den Zahn eindringen und die Verfärbungen besser bekämpfen. So wird auch der Aufhellungseffekt durch den Laser verstärkt.
Nicht alle Zahnärzte bieten Laser Bleaching an. Doch zahlt sich dieses durch ein besseres Ergebnis der Behandlung und die verkürzte Behandlungszeit doppelt aus. Bei der Auswahl der Zahnarztpraxis sollte der Patient diese Tatsache beachten und genau fragen, ob es sich bei der Zahnaufhellung tatsächlich um Laser Bleaching handelt.
In-Office-Bleaching und Home-Bleaching im Vergleich
Um bei der Entscheidungsfindung zu helfen, ob man das In-Office-Bleaching oder das Home-Bleaching wählen soll, werden nun im letzten Abschnitt die Vor- und Nachteile der beiden Verfahren miteinander verglichen.
Ein großer Vorteil der Behandlung in der Zahnarztpraxis ist die sachgerechte Anwendung durch den Zahnarzt. Wie bereits beschrieben ist das Bleaching Gel stark ätzend. Für den Hausgebrauch darf aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen zwar nur ein Gel mit geringerer Wirkstoffkonzentration verwendet werden, jedoch kann auch dieses bei unsachgerechter Anwendung den Mund verletzen. Die Schutzmaßnahmen durch den Zahnarzt minimieren das Verletzungsrisiko, sodass man mit dem In-Office-Bleaching immer die sicherere Variante wählt. Außerdem ist bereits die Beratung im Vorfeld von großer Bedeutung. Wenn man versucht, Verfärbungen zu bekämpfen, die andere Ursachen haben, hat das Bleaching entweder keinen Effekt oder kann die Zahngesundheit sogar gefährden. Daher ist eine fachmännische Untersuchung vor der Behandlung sehr zu empfehlen.
Ein weiterer Punkt ist die Zeitersparnis. Wenn man das Laser Bleaching wählt, dauert die Behandlung in der Regel weniger als eine Stunde. Für das Home-Bleaching können verschiedene Verfahren angewendet werden, die einen unterschiedlichen Zeitaufwand mit sich bringen. Doch ist die Behandlungszeit mit diesen Produkten in der Regel deutlich länger. Dies liegt zum einen an der geringeren Wirkstoffkonzentration, zum anderen kommt hier auch kein Laser zum Einsatz, der die Behandlung stark beschleunigt.
Der Effekt des In-Office-Bleachings ist in der Regel auch deutlich besser als beim Home Bleaching. Daher empfehlen die Hersteller der Produkte für die Heimanwendung auch in der Regel eine häufige Wiederholung der Maßnahmen. Wenn man den ohnehin schon großen Zeitaufwand für eine einzelne Behandlung bedenkt, entsteht so eine sehr große zeitliche Belastung. Dennoch kann auf diese Weise oftmals nur ein geringerer Effekt erzielt werden. Die Zähne werden durch das Laser-Bleaching fast immer noch etwas stärker aufgehellt.
Der größte Nachteil des In-Office-Bleachings ist der deutlich höhere Preis. Die Honorarkosten für den Zahnarzt sind hoch und außerdem muss dieser für die Durchführung des Laser-Bleachings auch einige teure Gerätschaften anschaffen, die ebenfalls einen Einfluss auf den Preis haben. Der Patient muss mit etwa 600 bis 800 für das Laser-Bleaching rechnen. Die Produkte für das Home-Bleaching kosten deutlich weniger. Die hohen Kosten werden durch die Tatsache etwas relativiert, dass der Effekt des Laser-Bleachings über mehrere Jahre hinweg anhält. Daher handelt es sich um eine Ausgabe, die nur sehr selten anfällt.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Vorteile des In-Office-Bleaching in einer schnelleren und effektiveren Behandlung bestehen, die außerdem das Verletzungsrisiko durch unsachgerechte Behandlung minimiert. Der Patient muss schließlich selbst entscheiden, ob diese Vorteile für ihn persönlich die recht hohen Ausgaben rechtfertigen, oder ob er lieber die günstigere Alternative des Home-Bleachings wählt.