Das Home Bleaching ist eine komfortable Möglichkeit, relativ schonend weissere Zähne zu bekommen. Einem professionellen Home Bleaching sollte aber unbedingt eine Untersuchung auf Karies und eine PZR beim Zahnarzt voraus gehen.
Doch das sind nur die Vorbereitungen. Das eigentliche Homebleaching kann nur dann durchgeführt werden, wenn eine Schiene gefertigt wird. Daher wird in der Zahnarztpraxis nach den Vorbereitungen auch ein Abdruck von Oberkiefer und Unterkiefer genommen. Von diesem Negativabdruck wird dann in der Zahnarztpraxis oder im Dentallabor ein Positivabdruck aus Gips gefertigt. Hierauf wird das eigentliche Hauptelement des Home Bleachings gefertigt. Mit kleinen Gel-Reservoirs ausgestattet, kann die Schiene daher punktgenau wirken. Die Herstellung der Schiene, die ein Patient schlussendlich mit nachhause bekommt ist also entsprechend zeitintensiv. In den meisten Fällen dauert die Fertigung daher (verständlicherweise) einige Tage. Man sollte sich also entsprechend nicht unter Zeitdruck (z.B. für einen besonderen Anlass) mit dem Homebleaching als Option beschäftigen. In einer normalen Situation ist das Homebleaching aber sehr beliebt, da es meist mit nur niedrigprozentigem Bleichgel auskommt.
Die schlussendliche Anwendung ist sehr einfach. Direkt vom Zahnarzt oder aus der Apotheke erhält man dann ein entsprechendes Bleichgel. Dieses Gel ist meist in einzelne Kartuschen verpackt. Pro Anwendung kommt (je nach System, ärztlicher Diagnose und Ziel) dann eine immer gleichbleibende Menge an Gel in die Schiene. Hierdurch wird auch die Sicherheit des Systems beeinflusst: fleckige weiße Bereiche neben Bereichen in anderer Zahnfarbe sind so ausgeschlossen: vorausgesetzt natürlich, der Patient hält sich an die Anwendungshinweise seines Arztes. Auch das Lesen der Packungsbeilage des Bleichgels kann sinnvoll sein.
Die Häufigkeit der dann folgenden Anwendung wird ebenfalls durch den Arzt festgelegt. Dieser wiederum orientiert sich am Patienten, am präferierten Bleichmittel sowie am gewünschten Ziel. Je nachdem, wie die Ausgangsvoraussetzungen sind und wie schnell welches Ergebnis erreicht werden soll, gestaltet sich also die Häufigkeit der Tage oder Nächte, in denen man die Schiene mit Bleichgel gefüllt tragen sollte. In den meisten Fällen sieht man von Tragenacht zu Tragenacht einen signifikanten Unterschied. Man kann so eigentlich sehr gut steuern, wie hell die Zähne werden. Aber Achtung: frisch geleichte Beisserchen können mehrere Tage (durchschnittlich ca. drei Tage!) nachträglich erhellen! Von daher empfiehlt es sich natürlich, die ersten Anwendungen nicht Tag für Tag hinter einander durchzuführen. Auch, wenn man sich noch so über das (endlich vorhandene) professionelle Bleaching freut: lieber ein paar Tage Pause zwischen den ersten Anwendungen und schon kann man den Wirkungsgrad sehr gut abschätzen!
Während des ersten Bleaching-Zyklus schadet es daher auch nicht, wenn man regelmäßig den Zahnarzt aufsucht. Dieser kann dann immer die aktuelle Zahnfarbe bestimmen und auch sehr gut abschätzen, wieviele Anwendungen der Patient durchführen sollte. Sofern die Zielfarbe erreicht ist, hat dies zudem den Vorteil, dass man sehr gut prognostiziert bekommt, wann man wieder bleachen sollte um die erreichte Zahnfarbe dauerhaft zu halten.
Sofern sich der Lebenswandel des Patienten ändert, kann dieses Intervall auch dynamisch vom Zahnarzt angepasst werden. Wenn jemand von heute ab morgen viel raucht, Rotwein trinkt und auch sonst für allerhand Verfärbungen sorgt, dann muss natürlich wieder früher nachgeholfen werden.
Damit die Zähne nicht unnötig durch das Bleichen geschädigt werden, sollte man das vom Zahnarzt genannte Intervall auf jeden Fall einhalten.