Inoffice Bleaching
Weisse Zähne sind ein Zeichen von Gesundheit, Schönheit und Vitalität. In einer Zeit, in der ein gepflegtes Äußeres eine immer größere Rolle spielt, rücken auch die Zähne zunehmend in den Fokus des Betrachters, der mit Ihnen ein rundum gepflegtes Gegenüber assoziiert. Neben dieser ästhetischen bzw. kosmetischen Motivation lässt sich für die Zahnaufhellung dann eine medizinische Notwendigkeit feststellen, wenn sehr starke Zahnverfärbungen belastend auf die Psyche wirken und einen sozialen Rückzug des Patienten bedingen. Hier kann ein modernes Zahn-Bleaching der Schlüssel zu mehr Selbstbewusstsein und Lebensfreude sein.
Dabei ist der Wunsch nach natürlich weißen Zähnen kein Produkt der heutigen Zeit. Stets wurde gerade in den wohlhabenderen Schichten versucht, zu weißeren Zähnen zu gelangen als das „gemeine Volk“: Ob ätzende Säuren oder gar aus hygienischer Sicht bedenklicher Tierurin – nichts blieb unversucht, um die Zähne zu bleichen und ihnen ein strahlend weißes Aussehen zu verleihen. Ähnliche Anstrengungen wurden nur bezüglich des Aufhellens von Kopfhaar aufgewendet – mit ähnlich zweifelhaftem Erfolg. So verwundert es nicht, dass viele dieser historischen Bleichmethoden wirkungslos, wenn nicht gar schädlich für den empfindlichen Zahnschmelz waren.
Im Gegensatz zu den Versuchen früherer Zeiten ist das Aufhellen der Zähne heute nicht nur möglich – es ist auch regelrecht komfortabel geworden und schadet der Zahnsubtanz nicht, vorausgesetzt, pH-neutrale Produkte gelangen zur Anwendung. Mittlerweile gibt es sogar Präparate für die Anwendung zu Hause, das sogenannte Home Bleaching. Hier erfolgt der Aufhellungsprozess zumeist mit Hilfe einer Schiene, in welche das Bleichmittel, auch Bleaching Gel genannt, gegeben wird und die in der Nacht zu tragen ist.
Um jedoch während des Bleichprozesses auftretenden Unsicherheiten zu begegnen sowie zu einem gleichmäßigen und dabei Zahn schonenden Ergebnis zu gelangen, hat sich das Inoffice Bleaching etabliert. Hier begleitet ein Profi, ob nun Zahnarzt, zahnmedizinischer Prophylaxeassistent, zahnmedizinischer Fachassistent oder Dental-Hygieniker bzw. -Kosmetiker, den gesamten Aufhellungsprozess, der ambulant in seiner Praxis (= in Office) stattfindet. Vor allem aber ist er durch seine zahnmedizinische Vorbildung in der Lage, eine sachgerechte Diagnostik zu erstellen und darauf abgestimmte Vorbehandlungen durchzuführen.
Im Gegensatz zu den Home Bleaching Produkten liegt das Bleichmittel beim Inoffice Bleaching in hoch konzentrierter Form vor. Aufgrund dieser Konzentration wird das Inoffice Bleaching von manchen auch als „Power Bleaching“ bezeichnet. Wieder andere sprechen von einem „Chairside Bleaching“, womit auf den Zahnarztstuhl angespielt wird. Alle Bezeichnungen aber verdeutlichen, dass die hohe Konzentration der Bleichsubstanzen die Anwendung nur in der zahnärztlichen Ordination bzw. einem auf Bleachings spezialisierten Dienstleister zulässig ist.
Aufgetragen auf die ganze Zahnreihe oder den aufzuhellenden Einzelzahn, wird die Wirkung des Bleichmittels durch Ultraschall, Wärme oder Licht potenziert. Während der vom Hersteller vorgegebenen Einwirkzeit bleibt der Patient in der Praxis, sodass der Dentalkosmetiker sofort nach Entfernung des Bleichmittels das Ergebnis überprüfen kann.
Bevor man sich für ein Bleaching beim Profi entscheidet, sollte man sich in der gewählten Praxis oder dem ausführenden Bleaching Center ausführlich beraten lassen. Die meisten gewissenhaft geführten Praxen und seriös arbeitenden Dentalkosmetiker bieten ein kostenloses Beratungsgespräch an, manche machen diese ausführliche Aufklärung sogar zur Voraussetzung für das Bleaching. Schließlich ist der Zustand der Zähne bei jedem Menschen unterschiedlich, eine Patentlösung gibt es nicht. So beispielsweise hängt die Machbarkeit der Zahnaufhellung zu großen Teilen von dem individuellen Grad der Verfärbung ab. Beim Beratungsgespräch kann anhand eines eingehenden Checks auch abgeschätzt werden, wie viele Bleaching Sessions notwendig sind, um den gewünschten, respektive den möglichen Grad der Aufhellung zu erreichen.
Nur in den allerseltensten Fällen genügt bei einem gründlichen Inoffice Bleaching eine Einzelsitzung. Natürlich erteilt der Dentalkosmetiker im Beratungsgespräch nicht nur Auskunft über die zu erwartende Anzahl an Sitzungen, sondern auch über die detaillierten Abläufe und die zu erwartenden Kosten. Bis auf die eingangs geschilderten Fälle, wo für die Zahnaufhellung eine medizinische Notwendigkeit vorliegen kann, ist das Inoffice Bleaching nämlich keine Leistung aus dem Katalog der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Das Beratungsgespräch sollte ohne Zeitdruck von statten gehen. Viele Praxen bieten hierfür gesonderte Termine, beispielsweise in den Abendstunden an, sodass man nicht durch den laufenden Sprechstundenbetrieb unterbrochen wird. Alle Fragen sollten hier ausführlich beantwortet werden.
Wer sich dafür entscheidet, dass Inoffice Bleaching nicht in der Praxis eines niedergelassenen Zahnarztes, sondern durch einen externen Dienstleister wie beispielsweise einem auf die Zahnaufhellung spezialisierten Bleaching Center durchführen zu lassen, tut gut daran, zusätzlich einen Vorabtermin bei seinem betreuenden Zahnarzt zu vereinbaren. Dieser kann sicherstellen, ob die Zähne und das Zahnfleisch widerstandsfähig genug für das Inoffice Bleaching sind. So beispielsweise müssen alle Füllungen, ebenso wie die Kronen, fest sitzen. Auch Entzündungsherde im Mund müssen vor einem geplanten Bleaching kuriert werde. Die Überprüfung auf eventuelle Schäden an Zahn oder Zahnfleisch sollte sicherheitshalber vor jeder Bleching-Behandlung stehen.
Ähnliche Themen:Wie entstehen Zahnverfärbungen?
Im Gegensatz zu Zahnbelägen lassen sich Zahnverfärbungen nicht nur die manuelle Zahnreinigung entfernen, da sich die farbgebenden Stoffe – beispielsweise aus Schwarz- und Grüntee, Kaffee, Rotwein oder Nikotin – bereits unterhalb der Zahnoberfläche nicht nur in den Zahnschmelz, sondern auch in das Dentin, also das Zahnbein, eingelagert haben. Selbst eine professionelle Zahnreinigung (PZR) – als Hauptbestandteil der sogenannten Individualprophylaxe (IP) – ist gegen diese hartnäckigen Farbeinlagerungen weitestgehend machtlos. Neben den durch äußere Einflüsse wie den genannten färbenden Lebens- bzw. Genussmitteln hervorgerufenen Zahnverfärbungen, der sogenannten Pigmentierung, können für die Entstehung von Verfärbungen am Zahn in selteneren Fällen auch innere Ursachen ausgemacht werden. So beispielsweise können die Einnahme bestimmter Medikamente wie Antibiotika (Tetracycline) während der Phase der Zahnentwicklung, aber auch Krankheiten wie angeborene Schäden des Zahnschmelzes, Karies, das Absterben des Zahnmarks (Zahnpulpa) oder Wurzelbehandlungen, ebenso wie die sogenannte Zahnfluorose, eine Überdosierung von Fluoriden, zu einer Verfärbung der Zähne führen. Auch unfallbedingte Einwirkungen auf den Zahn sowie Mangelernährung sind mögliche Ursachen für eine – zumeist gräuliche – Zahnverfärbung. Nicht zuletzt werden Zähne mit zunehmendem Lebensalter durch den natürlichen Alterungsprozess dunkler.Vor dem Bleaching steht die Beratung
Bevor man sich für ein Bleaching beim Profi entscheidet, sollte man sich in der gewählten Praxis oder dem ausführenden Bleaching Center ausführlich beraten lassen. Die meisten gewissenhaft geführten Praxen und seriös arbeitenden Dentalkosmetiker bieten ein kostenloses Beratungsgespräch an, manche machen diese ausführliche Aufklärung sogar zur Voraussetzung für das Bleaching. Schließlich ist der Zustand der Zähne bei jedem Menschen unterschiedlich, eine Patentlösung gibt es nicht. So beispielsweise hängt die Machbarkeit der Zahnaufhellung zu großen Teilen von dem individuellen Grad der Verfärbung ab. Beim Beratungsgespräch kann anhand eines eingehenden Checks auch abgeschätzt werden, wie viele Bleaching Sessions notwendig sind, um den gewünschten, respektive den möglichen Grad der Aufhellung zu erreichen.
Nur in den allerseltensten Fällen genügt bei einem gründlichen Inoffice Bleaching eine Einzelsitzung. Natürlich erteilt der Dentalkosmetiker im Beratungsgespräch nicht nur Auskunft über die zu erwartende Anzahl an Sitzungen, sondern auch über die detaillierten Abläufe und die zu erwartenden Kosten. Bis auf die eingangs geschilderten Fälle, wo für die Zahnaufhellung eine medizinische Notwendigkeit vorliegen kann, ist das Inoffice Bleaching nämlich keine Leistung aus dem Katalog der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Das Beratungsgespräch sollte ohne Zeitdruck von statten gehen. Viele Praxen bieten hierfür gesonderte Termine, beispielsweise in den Abendstunden an, sodass man nicht durch den laufenden Sprechstundenbetrieb unterbrochen wird. Alle Fragen sollten hier ausführlich beantwortet werden.
Wer sich dafür entscheidet, dass Inoffice Bleaching nicht in der Praxis eines niedergelassenen Zahnarztes, sondern durch einen externen Dienstleister wie beispielsweise einem auf die Zahnaufhellung spezialisierten Bleaching Center durchführen zu lassen, tut gut daran, zusätzlich einen Vorabtermin bei seinem betreuenden Zahnarzt zu vereinbaren. Dieser kann sicherstellen, ob die Zähne und das Zahnfleisch widerstandsfähig genug für das Inoffice Bleaching sind. So beispielsweise müssen alle Füllungen, ebenso wie die Kronen, fest sitzen. Auch Entzündungsherde im Mund müssen vor einem geplanten Bleaching kuriert werde. Die Überprüfung auf eventuelle Schäden an Zahn oder Zahnfleisch sollte sicherheitshalber vor jeder Bleching-Behandlung stehen.
Professionelle Zahnreinigung (PZR) zur Vorbereitung
Da das Inoffice Bleaching, obwohl es die Zähne aufhellt, nicht die Zahnbeläge entfernt, empfiehlt sich vor der ersten Bleaching Session eine professionelle Zahnreinigung. Dies ist unter anderem deshalb sinnvoll, da die individuelle Zahnfarbe nur anhand eines belagfreien Zahnes beurteilt werden kann. Dieser auch Grundzahnfarbe genannten Nuance entsprechend wird die Dosis des Aufhellungsmittels angepasst. Nicht zuletzt kann das Bleichmittel auf dem belagfreien Zahn viel besser in die Zahnsubstanz einwirken. Außerdem gewährleisten die mittels professioneller Zahnreinigung erlangten glatten Zahnoberflächen, dass das Bleaching nicht fleckig gerät. Bei der professionellen Zahnreinigung erfolgt nach einer eingehenden zahnärztlichen Untersuchung die vollständige Entfernung aller harten, das heißt: mineralisierten, und weichen Beläge auf den Zahnoberflächen (Zahnstein) sowie unterhalb des Zahnfleisches auf den Wurzeloberflächen (Konkrement). Zu diesem Zweck wird mit herkömmlichen Dental-Handinstrumenten wie Bürsten, Schleifpapier und Zahnseide sowie mit modernen Ultraschallgeräten gearbeitet. Auch im Rahmen der professionellen Zahnreinigung werden Verfärbungen sowie Ablagerungen entfernt, jedoch nur jene auf den Zahnoberflächen. Dies geschieht mittels Pulverstrahl, bei welchem als Reinigungspulver überwiegend aromatisiertes Natriumbikarbonat (CHNaO3) eingesetzt wird. Neueste Pulverstrahlgeräte arbeiten dabei so sanft, dass sie sich auch für Patienten mit empfindlichem Zahnfleisch eignen, ohne eine Reizung des Zahnfleisches (Gingivareizung) hervorzurufen. Nach der Reinigung mittels Pulverstrahl werden die Zahnoberflächen mit einer Art rotierendem Gummikelch poliert, auf welchen eine abrasive, also schleifende, Prophylaxepaste aufgetragen wird. Die hierdurch entstehende glatte Zahnoberfläche erschwert das Neuansetzen von Zahnbelägen. Zum Abschluss der professionellen Zahnreinigung werden im Rahmen der sogenannten Flouridierung die Zahnoberflächen mit einem Fluoridlack versiegelt, um den Zahnschmelz zu schützen.Nach der professionellen Zahnreinigung
Zur weiteren Vorbereitung auf das eigentliche Bleaching steht am Anfang der ersten Inoffice Bleaching Session eine nochmalige Vorsorgeuntersuchung durch den Zahnarzt. Hierbei wird der augenblickliche Ist-Zustand der Zähne beurteilt. Vor allem aber geht es jetzt darum, den individuellen Grad der Verfärbungen so exakt wie irgend möglich zu bestimmen. In vielen Praxen bzw. Bleaching Centern gehört es zum Standard, den Verfärbungsgrad fotografisch zu dokumentieren und per Computer auswerten zu lassen.Der Zielfarbton
Der Zahnfarbton ist eine sehr individuelle Sache und variiert von Mensch zu Mensch stark. Er ist genetisch verankert, das heißt: angeboren. Viele Patienten wünschen sich, per Bleaching ihre ursprüngliche Grundzahnfarbe zurück zu erhalten. Hier steht das Inoffice Bleaching ganz im Zeichen einer möglichst unauffälligen, natürlichen Aufhellung. Andere Patienten hingegen bevorzugen ein im Wortsinne strahlendes Lächeln: Hier soll das Ergebnis des Bleachings heller ausfallen als die Grundzahnfarbe. Die Bestimmung des Ist-Zustandes und Festlegung des Zielfarbtons dauert in etwa eine halbe Stunde, der sich der erste eigentliche Bleaching-Vorgang anschließt.Das eigentliche Bleaching
Nun wird dem Patienten ein Lippen- und Wangenhalter gesetzt, der zum Ziel hat, die Lippen von den Zähnen fern zu halten. Auch wird hiermit unterbunden, dass der Speichelfluss des Patienten das Bleichmittel verdünnen kann. Eventuell hat der Patient mit dem Lippen- und Wangenhalter bereits während der Fotografie oder der Bestimmung der Grund- und Zielzahnfarbe Bekanntschaft geschlossen. Die Ergonomie moderner Lippen- und Wangenhalter soll einen optimalen Tragekomfort gewährleisten. Da die gebräuchlichen, hoch konzentrierte Bleichmittel für das Inoffice Bleaching Wasserstoffperoxid enthalten, ist es notwendig, das Zahnfleisch während der Bleaching Sessions abzudecken. Zu diesem Zweck wird ein spezieller flüssiger Schutz auf das Zahnfleisch aufgetragen und unter Licht ausgehärtet. Es entsteht eine richtiggehende Kunststoffschicht, die das Zahnfleisch isoliert. Auch auf jene Stellen, wohin das Bleichmittel nicht fließen soll, wird eine weiche Isoliermasse aufgetragen. Ebenso wird man zu verhindern suchen, dass das Bleichmittel in den Rachen gelangt. Nun wird das Bleichmittel aufgetragen. Dieses kann flüssig oder gelförmig sein. Die Funktionsweise des Bleichmittels beruht auf einem durch Oxidationsprozess hervorgerufenen Effekt, der den Zahnschmelz entfärbt.Der Oxidationsprozess
Die im Regelfalle für das Inoffice Bleaching verwendeten Mittel zur Aufhellung der Zähne enthalten Carbamidperoxid. Dies ist ein aus Wasserstoffperoxid und Harnstoff zusammengesetztes Gemisch. Wasserstoffperoxid (H2O2) gehört zu den bekanntesten Bleaching-Mitteln. Er wird als Textilbleich zum Entfärben von Baumwollstoffen und Leinen verwendet, aber auch Holz- und Zellstoff erhalten durch Wasserstoffperoxid ihr strahlendes Weiß. Bei manchen Bleachings kommt auch Chlorbleiche zum Einsatz. Auch ihre Wirkung beruht auf Oxidation. Während des Oxidationsprozesses, also der Aktivierung des Bleichmittels, wird Sauerstoff freigesetzt, der die Farbpigmente zerstört. Genauer: Der Aktivsauerstoff der Oxidationsbleiche löst die Farbmoleküle aus dem Zahnschmelz, indem er sie spaltet. Nun sind die Oxidationsprodukte wasserlöslich und können einfach ausgewaschen werden. Der Oxidationsvorgang sollte etwa dreimal pro Sitzung ausgelöst werden. Dies geschieht zumeist unter Zuhilfenahme eines Laserstrahls, der auf eine bestimmte Wellenlänge eingestellt ist. So beispielsweise eignet sich eine Wellenlänge zwischen etwa 430 und 520 Nanometern besonders gut für das Bleaching. Dieses Spektrum produziert ein kühles blaues Licht, welches das Bleaching Gel aktiviert und die Oxidation anstößt. Wer eine Form des Inoffice Bleachings wählt, bei dem der Bleicheffekt durch die zusätzliche Bestrahlung mit UV-Licht verstärkt werden soll, muss eine UV-Schutzbrille tragen. Diese wird von der Praxis zur Verfügung gestellt. Der Bleaching Prozess selbst dauert etwa eine halbe Stunde bis anderthalb Stunden. In manchen Praxen ist es dem Patienten möglich, hierbei einen an die Decke projizierten Film zu schauen oder über Kopfhörer Musik zu hören.Nach dem Bleaching
Die chemische Reaktion der Oxidation bringt als Nebenprodukt einen Flüssigkeitsentzug der Zähne mit sich. Zu einer Entmineralisierung kommt es hingegen in der Regel nicht. Der Flüssigkeitsentzug aber bedeutet in der Praxis, dass die Zähne für etwa vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden übermäßig sensibel und vor allem temperaturempfindlich sind. Es empfiehlt sich, in dieser Zeit auf Kaltes und Heißes, aber auch auf Süßes und vor allem Saures zu verzichten. Da die Zähne durch den Wasserentzug während des Bleichvorganges nämlich ausgetrocknet sind, lagern sie nun verstärkt Flüssigkeit ein. Dies bedeutet, sie saugen alles auf, was sich ihnen bietet – auch neue Farbpigmente, die in Lebensmitteln wie Kaffee, Rotwein oder Cola enthalten sind. Diese Getränke wie auch farbgebende Lebensmittel (rote Beete etc.) sollten für einige Tage nach dem Inoffice Bleaching gemieden werden. Dies gilt auch für versteckte Säuren, wie sie beispielsweise in Soft Drinks enthalten sind. Einige davon enthalten gleich drei Säurearten, nämlich Phosphorsäure, Zitronensäure und Kohlensäure. Diese sind schon beim normal empfindlichen Zahn in der Lage, den Zahnschmelz zu schädigen – und das, obwohl Zahnschmelz als das härteste Material des menschlichen Körpers gilt! Dies liegt darin begründet, dass die genannten Säuren in der Lage sind, das härtende Calcium aus dem Zahnschmelz heraus zu lösen. Neben den Softdrinks verstecken sich zahnschädigende Säuren auch im Wein sowie in sauren Nahrungsmitteln wie Früchten oder Naturjoghurt, aber auch Fleisch, Fisch oder Eier enthalten viele Säure bildende Substanzen. Ungefähr fünf bis acht Tage nach dem Inoffice Bleaching sollte die sogenannte Rehydrierungsphase abgeschlossen und die normale Empfindlichkeit der Zähne wieder hergestellt sein.Das Ergebnis
Sofort nach dem Inoffice Bleaching kann das Resultat überprüft werden. Je nachdem, wie es ausfällt, werden nun weitere Sitzungstermine vereinbart. In der Regel werden zwei bis drei Bleaching Sessions benötigt, doch hängt der individuelle Bedarf stark vom Zahnzustand ab. Sollte eine oder sollten mehrere weitere Bleaching Session(s) fällig werden, wiederholt sich der ganze Aufhellungsprozess im Abstand von drei bis fünf Tagen, bis die Zähne den vereinbarten Zielfarbton auf der Zahnfarbskala angenommen haben. Die Zahnfarbskala stuft die Farbtöne sowohl nach Helligkeit, als auch nach Farbkonzentration ein und bezeichnet sie mit einer Buchstaben-Ziffern-Kombination. Hierbei stehen die Buchstaben für die Farbzusammensetzung, während die Helligkeit durch eine Ziffer symbolisiert wird. Die am häufigsten vorkommende, natürliche Farbnuance der Zähne in unseren Breiten ist A3. Hier wäre eine Aufhellung bis zur Nuance A1 möglich. Wer die Zahnfarbe C3 hat, kann sie auf maximal C1 aufhellen lassen. Dies liegt daran, dass die durch den Buchstaben gekennzeichnete Farbzusammensetzung nicht veränderbar ist. Diese Skala wird nicht nur bei der Erstuntersuchung zur Bestimmung der Ist-Zahnfarbe verwendet sowie der Definition der für den einzelnen Zahn maximal zu erreichender Helligkeit, sondern dient auch der Erfolgskontrolle: Hier kann abgelesen werden, wie erfolgreich das durchgeführte Bleaching war. Ebenso entscheidet die Erfolgskontrolle über den eventuellen Bedarf einer weiteren Bleaching Session.Bleaching wurzeltoter Zähne
Generell unterscheidet man zwischen dem External Bleaching und dem Internal Bleaching, also dem vorangehend beschriebenen Bleichen der Zähne von außen sowie dem Bleichen aus dem Zahninneren heraus. Letzteres wird bei devitalen, also wurzeltoten Zähnen angewandt. Deren Verfärbung ist zumeist durch Blutbestandteile sowie deren Zerfallsprodukte bedingt, die im Rahmen einer Behandlung des Wurzelkanals anfallen. Hierbei wird das Bleichmittel direkt in den toten Zahn gefüllt. Auch bei einem wurzelbehandelten Zahn muss die Bleiche mit einer starken Lichtquelle aktiviert werden. Dieser Vorgang wird einige Male wiederholt, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Sollte der Erfolg ausbleiben, besteht eine weitere Möglichkeit darin, eine Bleicheinlage in den Zahn einzufüllen, welche für einige Tage im Zahn verbleibt. Da der Patient dann mit der Bleicheinlage die Praxis verlässt, spricht man hier auch von einem „Walking Bleaching“. Das Bleaching wurzeltoter Zähne kann ausschließlich von einem niedergelassenen Zahnarzt ausgeführt werden. Zu diesem Zweck öffnet der Zahnarzt den wurzeltoten Zahn und bringt den mit einer wasserstoffperoxidhaltigen Lösung getränkten Wattebausch in eine Höhle des oberen Zahnnervs ein. Nach erfolgreicher Aufhellung verschließt der Zahnarzt die Höhlung mit einer zahnfarbenen Füllung. Die Kosten belaufen sich hier pro Zahn auf etwa fünfzig bis siebzig Euro.Wie lange hält das Ergebnis an?
Oxidationsbleiche gilt als sehr beständig. Bei entsprechender Pflege der Zähne kann man davon ausgehen, dass die Aufhellung durch das Inoffice Bleaching ungefähr zwei bis vier Jahre lang anhält. Am erfolgversprechendsten ist das Inoffice Bleaching bei altersbedingten Verfärbungen, hellen Flecken auf den Zähnen sowie toten Zähnen.Nachsorge
Eine explizite Nachsorge ist nach einem ohne Komplikationen ausgeführten und erfolgreich abgeschlossenen Inoffice Bleaching in der Regel nicht nötig. Nach Belieben und für das persönliche Sicherheitsempfinden empfiehlt sich jedoch, nach dem Bleaching eine zahnärztliche Nachuntersuchung in Anspruch zu nehmen. Diese sollte frühestens fünf bis acht Tage, besser noch drei bis vier Wochen nach dem Bleaching durchgeführt werden. Erst jetzt kann das Ergebnis der Zahnaufhellung im Endstadium – und vor allem nach Abschluss der Rehydrierungsphase – begutachtet werden.Individuelle Nachsorge – Zahnpflegetipps
Da die Zähne nach einem Bleaching aufgrund des Wasserentzuges ein wenig strapaziert sind, sollte man sie entsprechend umsorgen. So beispielsweise kann durch die Verwendung zusätzlicher Zahnschmelz stärkender Zahncremes die Widerstandsfähigkeit der Zähne unterstützt werden. Auch kann es im Einzelfall sinnvoll sein, nach dem Inoffice Bleaching eine Fluoridierung aller behandelten Zähne vorzunehmen, um einer etwaigen Aufweichung des Zahnschmelzes vorzubeugen. Neben dem bereits angesprochenen Verzicht auf färbende Lebensmittel empfiehlt es sich auch, über einen generellen künftigen Verzicht von Genussmitteln nachzudenken. Raucher beispielsweise haben es selbst bei konsequenter Zahnhygiene viel schwerer als Nicht-Raucher, ihre hellen Zähne zu behalten. Auch bietet sich eine jährliche professionelle Zahnreinigung im Rahmen der Individualprophylaxe an, um die natürliche Schönheit der Zähne möglichst lange zu erhalten. Darüber hinaus leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Zahngesundheit. Auch die einmal jährliche Entfernung des Zahnsteins durch einen Zahnarzt sollte in Anspruch genommen werden. Diese gehört in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Beginnen die Zähne wieder nachzudunkeln und man entscheidet sich für eine Auffrischungsbehandlung, ist diese in der Regel für die Zähne weitaus schonender als das initiale Bleaching, da hier eine geringere Menge des wasserstoffperoxidhaltigen Bleichstoffes eingesetzt werden muss.Qualitätskriterien des Inoffice Bleachings
Neben der beschriebenen Relevanz des Beratungsgesprächs und der damit verbundenen Erstuntersuchung des Ist-Zustandes der Zähne, an der man einen seriös arbeitenden Zahnarzt erkennen kann, kommt es beim Bleaching vor allem auf die Qualität des verwendeten Bleichmittels an. Dieses sollte in jedem Falle pH-neutral sein. Im Falle der Verwendung von Bleichmitteln mit niedrigen, also sauren, pH-Werten, kann die Zahnsubstanz oberflächlich aufgeraut werden. Bei der sachgerechten Durchführung eines Inoffice Bleachings mit Präparaten mit neutralem pH-Wert hingegen kommt es im Regelfall nicht zu einer dauerhaften Schädigung der Zähne. Moderne Mittel zum Aufhellen der Zähne enthalten neben dem hoch konzentrierten Bleichstoff zusätzliche Beigaben von Fluorid oder Kaliumnitrat. Diese sollen einer etwaigen Entmineralisierung der Zähne vorbeugen. Darüber hinaus konnte ihnen ein kariesschützender Effekt nachgewiesen werden. Wie bei anderen ästhetischen Eingriffen auch, ist es bei einem geplanten Inoffice Bleaching durchaus legitim, nach der Erfahrung des Zahnarztes mit dieser Methode zu fragen. Wie viele Bleachings führt er pro Jahr durch? Dies gibt einen brauchbaren Anhaltspunkt über die Qualifikation der Praxis, denn wenn der Zahnarzt das Bleaching bereits vielfach durchgeführt hat, verfügt er über große Erfahrung – und damit mehr Routine – auf diesem Gebiet. Nicht zuletzt ist Hygiene ein großes Qualitätskriterium. Einweghandschuhe, Mundschutz, sterilisierte Instrumente – kurz, alles, was auch bei herkömmlichen Eingriffen an den Zähnen zur Vermeidung von Infektionen gilt, muss auch hier selbstverständlich beachtet werden.Risiken beim Bleaching
Wo die Vorteile des Inoffice Bleachings klar auf der Hand liegen, birgt es wie jeder ästhetisch-medizinische Eingriff auch bestimmte Risiken. So kann es beispielsweise zu einer gesteigerten Temperaturempfindlichkeit (Hypersensibilität) der Zähne, auch über die Rehydrierungsphase hinaus, kommen. Darüber hinaus ist eine Reizung der Zahnhälse, des Zahnfleisches sowie der Mundschleimhaut möglich. Generell gilt, dass hoch konzentrierte Mittel zur Zahnaufhellung nicht öfter als ein- bis zweimal pro Jahr angewendet werden sollten. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gehen Schätzungen davon aus, dass während der Inoffice Bleachings etwa fünfundzwanzig Prozent des Bleichmittels verschluckt werden. Dies kann gesundheitliche Folgen haben, etwa in Form von Reizungen der Mund-, Rachen- oder Magenschleimhäute. Kontinuierliches Absaugen von Speichel durch die Zahnarzthelferin kann hier präventiv wirken.Wann darf kein Bleaching durchgeführt werden?
Bestimmte Umstände bzw. Faktoren schließen ein Inoffice Bleaching aus. Kontraindikationen für die chemische Zahnaufhellung mit hoch konzentrierter Bleiche sind beispielsweise überempfindliche Zähne, offene Zahnhälse sowie Risse im Zahnschmelz. Auch beim Tragen fester Zahnspangen – sogenannter Brackets – ist ein Bleaching nicht geboten. Komplikationen kann es bei Patienten geben, die überdurchschnittlich viele Füllungen haben. Hier wird sich im individuellen Beratungsgespräch herausstellen, ob ein Bleaching möglich ist. Der Grund hierfür ist, dass Bleichmittel immer nur den Naturzahn aufhellen, während der Oxidationsprozess den Farbton von Krönen, Füllungen, Brücken oder Keramikverschalungen, sogenannten Veneers, nicht verändern kann. Da beim Bleichen kariöser Zähne der Zahnnerv unter Umständen geschädigt werden kann, was starke Zahnschmerzen zur Folge hat, sollte zunächst eine Zahnsanierung durchgeführt werden, bevor ein Bleaching vorgenommen wird. Bei Vorliegen einer Schwangerschaft sollte generell auf das Inoffice Bleaching verzichtet werden, da sich das Zahnfleisch schwangerer Frauen schneller entzünden kann. Ein verantwortungsvoller Zahnarzt wird im Beratungsgespräch auf bestehende Risiken hinweisen und ein Bleaching bei Vorliegen von Kontraindikationen auch ablehnen.Kosten des Inoffice Bleachings
Wie bereits erwähnt, ist das Bleichen der Zähne – mit Ausnahme einiger seltener medizinischer Indikationen – keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Der Patient muss für die Kosten des Inoffice Bleachings privat aufkommen. Die Preise hierfür variieren sehr stark, abhängig von der individuellen Ausgangslage des Gebisses. Generell sind die Preise für das beim Profi durchgeführte Inoffice Bleaching etwas höher als die Kosten für ein Home Bleaching. Auch ist der Zahnarzt immer etwas teurer als ein externer Dienstleister, wie beispielsweise ein Bleaching Center. Dies sollte für die Entscheidung jedoch nur eine untergeordnete Rolle spielen, da letztendlich nur der Zahnarzt zu einer umfassenden Vor- und Nachsorge in der Lage ist. Für ein Inoffice Bleaching der vitalen Zähne muss beim Zahnarzt mit einer Summe ab zweihundert bis ungefähr achthundert Euro gerechnet werden. Dies ist die kostspieligste Variante der Zahnaufhellung – aber auch die nachhaltigste. Nicht zuletzt benötigt sie nur wenig Zeit, da der hoch konzentrierte Wirkstoff beim Inoffice Bleaching nur ungefähr eine halbe Stunde einwirken muss. Sollen nur einzelne Zähne aufgehellt werden – beispielsweise, weil sie durch eine Unfalleinwirkung verfärbt wurden, während die übrigen Zähne ihren natürlichen Farbton behalten haben –, rechnet man mit ungefähr dreißig bis achtzig Euro pro Zahn. Es ist nicht nur legitim, sondern auch klug, vor einer geplanten Behandlung zur Aufhellung der Zähne Kostenvoranschläge von verschiedenen Zahnärzten bzw. Bleaching Centern einzuholen. Auch verschiedene Internetseiten ermöglichen den Preisvergleich zwischen den Angeboten verschiedener Zahnärzte für das Inoffice Bleaching. Die Rechnungslegung seitens des Zahnarztes hat nach der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte), und dort nach § 2, Absatz 1 und 3, zu erfolgen. Diese besagt auch, dass die Kalkulation wirtschaftlich sein muss. Am einfachsten wird nach der aufgewendeten Zeit abgerechnet. Zugrunde liegt eine Zahnarztstunde, die mit ungefähr einhundertneunzig Euro berechnet wird. Neben der Zeit muss nach GOZ § 10 auch der Materialverbrauch abgerechnet werden.- Inoffice Bleaching
- Bleaching mit Zahnprotese
- Wie teuer ist Bleaching?
- Wie schnell sieht man beim Bleaching Erfolge?
- Hellere Zähne dank Zahnbleaching
Bleaching Tipp: Zähne putzen erhält das Zahnweiss!
Zähne putzen
Saubere, gepflegte Zähne sind das sprichwörtliche "A und O" in Bezug auf die Frage, wie sie lange hell und gesund bleiben. Mindestens 3 Mal am Tag, insbesondere etwa 30 Minuten nach jeder Mahlzeit sollte man Zähneputzen.
Mundhygiene Tipps
Hygiene hilft dabei, den ph-Wert im Mund neutral zu halten und schädliche Bakterien effektiv zu bekämpfen. Eine gute Mundhygiene ist elementar wichtig, damit Ihr Lächeln ausstrahlungsvoll und gesund bleibt.
Zahnpflege Tipps
Die Zahnpflege bietet ein breit gefächertes Spektrum an Möglichkeiten an, um eine optimale Zahngesundheit zu erhalten. Wir stellen diverse Hilfsmittel vor und informieren Sie zudem mit spezifischen Tippps.
Zahnputz Techniken
Kreisen, einfach kreisen. Wenn Ihre Zahnputz-Technik so lautet, sollten Sie ernsthaft darüber nachdenken, diese auf den aktuellen Stand der Forschung zu bringen. Wir erklären die wichigsten Methoden.



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